Box-WM in Hamburg: Das Finale!

willi-1Am 02.09.2017 war es soweit: Die Finalkämpfe der WM 2017 wurden in der Sporthalle Hamburg ausgetragen. Da durften natürlich auch Vertreter der Box-Union nicht fehlen (leider nur unter den Zuschauern ;-)). Bereits tags zuvor bei den Halbfinalkämpfen bekam man einen ersten Eindruck, der leider nicht durchweg positiv ausfiel. Auf dem Weg zur Halle machte sich Verwunderung breit, denn nicht ein einziges Plakat wies auf die Großveranstaltung im Norden Hamburgs hin. Selbst der Eingang war nur auf Nachfrage zu finden, denn es gab keine Menschenschlangen, die darauf hingewiesen hätten. Die Beschilderung trug auch mehr zur Verwirrung bei und selbst das Personal am Eingang wusste nicht so genau, wer denn nun welchen Eingang benutzen sollte. Karten hätte man auch nicht im Vorfeld kaufen müssen, denn es gab noch genügend an der Abendkasse – und das bei 4200 vorhandenen Plätzen! Das ist einer Weltmeisterschaft ganz sicher nicht würdig und sehr schade für die Spitzenboxer aus aller Welt! Aber aufgrund der sehr sparsamen Berichterstattung in Fernsehen und Radio war das wohl nicht anders erwartbar.

Die Halbfinalkämpfe waren wirklich spannend und trotz der vielen freien Plätze herrschte ordentlich Stimmung in der Halle! Nicht alle Kampfrichterentscheidungen dieses Tages waren für Sehende nachvollziehbar, doch ging die Entscheidung gegen den letzten deutschen Athleten im Turnier, Abass Baraou, absolut in Ordnung. Sein Gegner, der Kubaner Roniel Iglesias, boxte mit viel Übersicht, tänzelte viele Attacken des deutschen Faustkämpfers aus und brachte seine Fäuste häufiger ins Ziel. Baraou gab alles und hielt durchaus mit, doch am Ende reichte es leider nicht für den Einzug ins Finale. Sehr schade für die deutschen Fans, die zum Teil von weit her angereist waren. Wir haben sogar Trainerkollegen aus Speyer und aus Mingolsheim getroffen.

Der Finaltag überraschte dann positiv: Endlich Andrang und Menschenmassen, die die Kämpfe als Zuschauer verfolgen wollten. Da waren zwei Eingänge zu wenig, lieber DBV! Eine Viertelstunde vor Beginn des ersten Kampfes stand ein Großteil der Zuschauer noch immer vor der Halle und wartete auf Einlass!

Die meisten Zuschauer schafften es dann aber doch noch, zum ersten Kampf in der Halle zu sein und gleich das erste Fehlurteil des Abends mitzuerleben. Im Superfliegengewicht standen sich Joahnys Argilagos aus Kuba und Hasanboy Dusmatov aus Usbekistan gegenüber. Für die Zuschauer eine ganz klare Sache: Der Kubaner versuchte sich, wie seine Mannschaftskollegen, in weitgehend deckungslosem Hampeln und Rumrennen, konnte aber den Attacken des flinken Usbeken oft nicht schnell genug ausweichen. Dieser boxte klüger und konzentrierter, ließ sich nicht provozieren und nutzte die Schwächen des Gegners gnadenlos aus. Eigentlich eine klare Sache. Das Urteil des Kampfgerichts war daher nicht nachvollziehbar und sorgte für laute Proteste der Zuschauer – nicht nur der usbekischen.

Pfiffe gab es an diesem Abend aber auch für AIBA-Chef Wu Ching-Kuo, über dessen Missmanagement der „Guardian“ berichtet hatte. Angeblich steht die AIBA vor der Pleite; die überwiegende Mehrheit der Mitglieder im Exekutivkomitee der Aiba wirft dem Verbandspräsidenten Wu vor, den Verband wirtschaftlich ruiniert zu haben. Wie dieser Machtkampf enden wird, wird man demnächst beim außerordentlichen AIBA-Kongress sehen. (Weitere Infos gibt es z.B. hier: http://www.faz.net/aktuell/sport/sportpolitik/machtkampf-im-boxverband-aiba-um-praesident-wu-15124953.html). Die Fans hatten jedensfalls eine deutliche Meinung zu Wus Qualitäten.

Auch weiterhin gab es an diesem Abend fragwürdige Entscheidungen, vornehmlich gegen usbekische Boxer. Dem setzte schließlich Weltergewichtler Shakhram Giyasov ein Ende. Der junge Mann machte den Kampf seines Lebens und man hatte den Eindruck, dass selbst eine Dampfwalze ihn nicht hätte aufhalten können. Es gelang ihm, die Wut über die bisherigen Kampfrichterleistungen zu kanalisieren und seinen Gegner Roniel Iglesias zu demontieren. Da konnte der Deutsche Baraou fast froh sein, im Halbfinale verloren zu haben. So blieb ihm dieser bärenstarke Gegner erspart. Nach dem Kampf freute sich Iglesias mit dem Usbeken, denn er wusste: gegen einen Giyasov in dieser Form konnte heute niemand etwas ausrichten. Ein herrlicher Fight für alle Boxfans, daher hier der Link: https://www.youtube.com/watch?v=ECEi34xzjrY

Erwähnens- und sehenswert war auf jeden Fall auch der letzte Fight des Abends: Superschwergewichtler Kamshybek Kunkabayev aus Kasachstan stand dem aserbaidschaner Mahammadrasul Majidov gegenüber. Trotz der Unterstützung durch die kasachischen Fans, derer sich einige in der Halle befanden, war Kunkabayev vollkommen machtlos. Erstaunlich, wie viele Treffer der Kasache einstecken konnte! Majidov gewann an diesem Abend seinen 3. WM-Titel. Schade nur, dass sich die Halle unmittelbar nach dem Kampf leerte – so verpassten viele Zuschauer die Siegerehrungen im Schwer- und im Superschwergewicht. Nur echte Fans blieben und feierten ihre Helden! Sehr schade, dass es danach nur für VIPs eine Aftershowparty gab. So mancher Normalo hätte sicher auch gern noch etwas gefeiert und dieses große Boxfest ausklingen lassen. Auch eine Autogrammstunde mit dem deutschen Team wäre toll gewesen. Wenigstens gab es ein paar Athleten aus anderen Staffeln, die keine Berührungsängste hatten und für Fotos zur Verfügung standen:

Weltmeister im Leichtgewicht: Soufiane Oumiha aus Frankreich (re.)

Weltmeister im Leichtgewicht: Soufiane Oumiha aus Frankreich (re.)

Bronzemedaillengewinner im Superschwergewicht: Fokou Arsene aus Kamerun

Bronzemedaillengewinner im Superschwer-gewicht: Fokou Arsene aus Kamerun (li.)

Fazit: Die Organisation war leider insgesamt etwas lieblos und nicht immer durchdacht. Man setzte auf die eingeladenen Promis – u.a. Wladimir Klitschko, David Haye, Ulli Wegener, Henry Maske – und vergass dabei offensichtlich viele einfache Details. Anstatt in Honorare für ehemalige Profiboxer hätte man lieber in zusätzliches Personal am Eingang und in die Werbung für die Veranstaltung investieren sollen. Von einem Plakat, ein paar Autogrammkarten oder einem Flyer als Erinnerungsstück hätten die Fans sicher mehr gehabt als von der verworrenen Rede Klitschkos für die Vereinigung von Profi- und „Amateur“-Boxen (lieber Wladi: es sind KEINE Amateure, sondern Olympioniken! Das könntest DU eigentlich wissen!). Bezeichnend auch, dass es im Netz noch immer keine Ergebnisliste gibt. Auf der offiziellen Homepage zur WM (boxing2017.com) hat sich seit Samstag nichts mehr getan. Wertschätzung für die Athleten sieht anders aus!

Hoffen wir, dass die Funktionäre des russischen Verbandes aus den Fehlern der deutschen Kollegen lernen und bei der nächsten WM so manches besser machen. Die Sportler haben jedenfalls alles gegeben und diese WM zu einem großartigen Erlebnis gemacht! Freuen wir uns also schon jetzt auf die WM 2019 in Sotschi!!!

Boxer trainieren im Neuwieder Outdoor-Fitnesspark

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Auch nach dem harten Training sehen sie noch blendend aus, die Wettkämpfer und Trainer der Box-Union…

Die Wettkampfsaison naht und die Weißenthurmer Boxer haben längst mit der Vorbereitung begonnen. Da kam die Hallensperrung recht ungelegen. Freundlicherweise hatte man von Seiten der Stadt eine kleine Gymnastikhalle als Ersatz gestellt, doch aufgrund der dortigen Enge beschloss man, das allgemeine Training abzusagen und allein mit den Wettkämpfern eine intensive Trainingseinheit an der frischen Luft zu absolvieren. Eine kurze, schnelle Laufeinheit führte die Trainingsgruppe zum Outdoor-Fitnesspark in Neuwied. Dort gab es zunächst ein anspruchsvolles Reaktionstraining. Danach absolvierte man ein intensives funktionelles Zirkeltraining mit Sit-ups, Dips, Klimmzügen und vielen weiteren Übungen, die den Sportlern alles abverlangten. Damit einerseits der Spaß nicht zu kurz kam und die Boxer andererseits auch noch das letzte aus sich herausholten, wurde zuletzt in Zweiergruppen gerungen, was für viel Erheiterung sorgte – teilweise auch bei den Passanten. Nach anderthalb Stunden trabte man locker zurück nach Weißenthurm.

Bereits im September stehen die ersten Wettkämpfe der Herbstsaison an, auf die die Boxer nun fleißig hinarbeiten.

Und für alle, die nun ebenfalls Lust haben, das Boxen zu erlernen, sei an dieser Stelle schon einmal auf den Anfängerkurs hingewiesen, der am 20. Oktober um 19.45 Uhr in der Turnhalle der Grundschule Weißenthurm startet.

Wer lieber zuschaut, der kommt im März wieder auf seine Kosten: Am 17.03.2018 findet nun schon zum vierten Mal die Weißenthurmer Boxgala statt, bei der sich die hiesigen Faustkämpfer mit Boxern aus ganz Deutschland, aus Luxemburg und den Niederlanden messen. Man darf sich auf viele packende Gefechte in verschiedenen Alters-, Gewichts- und Leistungsklassen freuen.

Nähere Informationen zum Anfängerkurs und zur Boxgala gibt es demnächst in der lokalen Presse sowie hier in der Rubrik „Veranstaltungen“.

 

Breitensport-Debüt beim Westerwaldcup

 Am vergangenen Wochenende fand in Bannberscheid (Westerwald) im Rahmen des dortigen Kirchweihfestes der 1. Westerwaldcup statt. Ausrichter war der Boxclub Montabaur (BCM). In der recht kleinen Sporthalle war die Atmosphäre sehr familiär und gemütlich, die Organisation durch die Verantwortlichen des BCM professionell. Perfekte Voraussetzungen für das Debüt des Breitensport-Boxers Christian Nickenig. Der 45-jährige trainiert bereits seit ca. fünfeinhalb Jahren bei der Weißenthurmer Box-Union. Doch erst jetzt, nachdem der Deutsche Boxsport-Verband den Wettkampfbetrieb auch für Hobbyboxer, sog. Breitensportler, geöffnet hat, konnte er erstmals Ringluft schnuppern.

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Christian (rot) nahm es mit dem jungen Leistungsboxer auf

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So sieht Erleichterung aus… 😉

Aufgrund enger Grenzen, Auflagen und Vorschriften für den Breitensport war es leider diesmal nicht geglückt, einen passenden Gegner für Christian zu finden. Man einigte sich daher kurzerhand auf einen Sparringskampf mit dem 16 Jahre jüngeren Weltergewichtler Nematullah Mohammadi vom TH Eilbeck. Der Hamburger ließ es zunächst ruhig angehen, setzte einzelne Nadelstiche gegen Christian, der sich jedoch zu verteidigen wusste. Im Laufe der Runde drehte Mohammadi auf, machte Druck, dem der Weißenthurmer gut standhielt. In der zweiten Runde konnte der Hamburger das Tempo erneut erhöhen. Christian gelangen einige gute Aktionen; er wehrte nicht mehr nur ab, sondern traf auch selbst immer wieder. Doch das kostete gegen den 29-jährigen Leistungsboxer eine Menge Kraft. Gegen Ende der zweiten Runde hatte Christian Mühe, die Deckung geschlossen zu halten und die häufigen Angriffe des Hamburgers abzuwehren. Besorgnis in Christians Ecke, denn das Trainerteam erkannte in der Pause gleich, dass Christian sich in der zweiten Runde verausgabt hatte. Nach kurzer Rücksprache mit der Ringrichterin trat man zur dritten Runde nicht mehr an und gab den Kampf auf. Applaus gab es natürlich trotzdem, außerdem ein großes Lob aus der gegnerischen Ecke für diese beachtliche Leistung. Das Team aus Eilbeck erwies sich damit einmal mehr als überaus fair und zeigte wahren Sportsgeist.

„Christian ist nach seinem Auftritt heute noch motivierter. Er wird im Training weiter hart an sich arbeiten und sicher bald erneut im Ring stehen“, meinte Sekundant Andreas Krämer, der bei der Box-Union seit ein paar Monaten als Hilfstrainer agiert. „Es gibt bereits eine Anfrage für ein Turnier in Idar-Oberstein Ende Juni“, fügte Trainerin Christina Nickenig hinzu. Man darf also schon bald wieder Neuigkeiten von der Box-Union erwarten.

Am kommenden Wochenende geht es für die Athleten der Box-Union zu den Düsseldorfer Stadtmeisterschaften.

Starker Auftritt in der Box-Hochburg Bad Kreuznach

Derzeit gönnen sie sich keine Pause: Nachdem sie am vergangenen Wochenende bei der Boxgala im Saarland eine solide Leistung gezeigt hatten, ging es für die Athleten der Weißenthurmer Box-Union am Samstag, den 20.05. nach Bad Kreuznach. Beim Willi-Gäns-Gedächtnisturnier wollte man sich weiter steigern und möglichst viele Siege erringen. Nachdem es im Vorfeld sowohl bei der Box-Union selbst, als auch bei den gegnerischen Vereinen einige krankheitsbedingte Ausfälle gab, blieb es am Ende nur zwei Weißenthurmer Faustkämpfern vorbehalten, die Stärke der Box-Union zu demonstrieren.

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Matthias (blaue Handschuhe) beherrschte seinen Gegner souverän

Im fünften Kampf des Abends traf der Weltergewichtler Matthias Lohner auf Mathieu Marinelli vom BC Rumelange (Luxemburg). Matthias bewies erneut ein gutes Auge und spielte seine legendäre Beweglichkeit aus, die an Cassius Clay erinnert. So hatte Marinelli große Schwierigkeiten, den Weißenthurmer zu treffen: wo immer er hin schlug, war Matthias schon wieder weg. Er pendelte die Angriffe des Gegners gekonnt aus und hatte sichtlich Freude daran, den Luxemburger ins Leere laufen zu lassen. Meist verpasste er jedoch die Gelegenheit zum sofortigen Gegenangriff, schlug insgesamt überraschend wenig. Wenn er angriff, so traf er zuverlässig und hart, während er selbst kaum mal etwas einstecken musste. Das rechte Auge seines Gegners zeugte ab Runde zwei davon. Seine Vereinskameraden, die zahlreich mitgereist waren, feuerten Matthias lautstark an und forderten mehr Angriffe, was Matthias in der letzten Runde zu beherzigen versuchte. Am Ende führte wohl seine Passivität dazu, dass das Kampfgericht unentschieden wertete.

„Wir wissen, dass die Kampfrichter im Rheinland Aktivität sehr stark in die Bewertung einfließen lassen. Dennoch waren wir von dem Urteil überrascht. Künftig heißt es für uns also Agieren statt Reagieren, damit unseren Boxern nicht durch solch fragwürdige Entscheidungen die Siege genommen werden. Schade für Matthias, der gern mit einem Sieg in der Tasche nach Hause gefahren wäre. Er hat sich viele sehr gute Kontermöglichkeiten herausgearbeitet und sie dann nicht konsequent genutzt. Daran werden wir arbeiten und dann werden es seine Gegner wirklich schwer haben“, so Trainer Serge Wunder.

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Solche langen Hände hätten wir von Christina (rote Handschuhe) gern öfter gesehen

In Kampf Nummer neun gab es eine etwas ungleiche, aber dennoch spannende Begegnung und zugleich den einzigen Frauenkampf des Abends: So stand die Weißenthurmer Bantamgewichtlerin Christina Nickenig der Lokalmatadorin Janet Martin aus Bad Kreuznach gegenüber, die im Federgewicht boxt. Es war jedoch nicht allein der Gewichtsunterschied, sondern vor allem der Altersunterschied, der einen Wertungskampf aufgrund der Wettkampfbestimmungen nicht zuließ, trennten die 16-jährige Kreuznacherin doch immerhin 21 Jahre von ihrer Weißenthurmer Kontrahentin. Dass es in dem Fight gar nicht um Sieg oder Niederlage ging, machten die beiden Boxerinnen aber sogleich vergessen. Gleich zu Beginn der ersten Runde stürmte Janet mit einem Schlaghagel auf Christina los, die zunächst große Mühe hatte, die kleinere Gegnerin auf Distanz zu halten. Sie fand dann aber schnell in den Kampf, wich den Schlägen der Kreuznacherin mit Sidesteps aus, die sie mit knackigen Körperhaken kombinierte. Janet zwang Christina immer wieder in den Infight, stand jedoch dann zu nah, um Schlagwirkung zu erzielen. Die Weißenthurmerin löste sich schnell von ihrer Gegnerin und versuchte, den Kampf von der Ringmitte aus zu kontrollieren. Das gelang ihr ab der zweiten Hälfte der zweiten Runde zunehmend besser, als ersichtlich wurde, dass Janet das hohe Tempo, mit dem sie begonnen hatte, nicht halten konnte. Die Weißenthurmerin bewies die größere Ausdauer und konnte sich in Runde drei noch einmal deutlich steigern. Sie hielt ihre Gegnerin jetzt auf Distanz und bearbeitete sie mit schnellen Geraden zum Kopf, da auch die Deckungsarbeit der Kreuznacherin nachließ. Beide Boxerinnen konnten am Ende zufrieden mit ihren guten Leistungen sein und bedankten sich bei Trainern und Veranstalter, die dieses ungleiche Duell ermöglicht hatten.

Vielen Dank an Mehmet U., Mehmet T. und Evren, die zur Unterstützung mitgefahren sind. Danke an Mehmet U. für die Fotos und danke an Evren, der in Christinas Ecke sekundiert hat. Danke an Mehmet T. für den Versuch, uns alle in den Wahnsinn zu treiben! 😉

Zu Gast beim SSV Wellesweiler: Solide Leistung beim Boxturnier im Saarland

Am Samstag, den 13.05. gab es nach längerer saisonal bedingter Pause für die Athleten der Weißenthurmer Box-Union endlich wieder etwas zu tun: So folgte man der Einladung des SSV Wellesweiler, um bei der Boxgala in Neunkirchen mit anderen Faustkämpfern aus dem ganzen Bundesgebiet die Kräfte zu messen. Nachdem die Weißenthurmer zuletzt viele Niederlagen wegstecken mussten – teils auch wegen haarsträubender Urteile der Kampfrichter – hatte man sich viel vorgenommen. Siege müssen her! So lastete auf Boxern und Trainern gleichermaßen ein hoher Erwartungsdruck.

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Elvis Voican hat allen Grund zum Jubeln

Den Anfang machte an diesem Abend der Mittelgewichtler Elvis Voican gegen Thomas Kirsch vom BC Schaumberg. Thomas marschierte in der ersten Runde wild nach vorne und überrumpelte den Weißenthurmer, der diese erste Runde abgab. Doch in der zweiten Runde fand der 15-jährige Elvis in den Kampf, machte seinerseits viel Druck und suchte immer wieder den Infight um harte Körperhaken ins Ziel zu bringen. Diese Treffer hinterließen deutliche Spuren bei seinem Kontrahenten, der alle Mühe hatte, den harten Schlägen des Weißenthurmers standzuhalten. Elvis wurde zunehmend stärker. In der dritten Runde kannte er nur noch den Vorwärtsgang und trieb seinen angeschlagenen Gegner durch den Ring. So siegte er am Ende absolut klar und verdient.

Weiter ging es mit der Begegnung im Weltergewicht zwischen Evren Gedik und Mahsun Balaban vom BC Hochheim. In den letzten Kämpfen war Evren oft zu hektisch gewesen, was ihn am Ende den Sieg gekostet hatte. Heute jedoch bewahrte er Ruhe und Übersicht. Er zeigte sich flink und beweglich, wich den Angriffen seines Gegners geschickt aus und setzte einige schnelle Konter. Doch auch Mahsun boxte nicht kopflos und ließ Evren das ein oder andere Mal gekonnt ins Leere laufen. Die Zuschauer sahen einen ausgeglichenen und technisch anspruchsvollen Fight zweier intelligenter Boxer, die ihre Stärken auszuspielen wussten. Trotz der blutigen Nase, die Mahsun sich eingehandelt hatte, ging das Ergebnis – unentschieden – in Ordnung.

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v.l.n.r.: Elvis Voican, Evren Gedik, Trainer Serge Wunder, Matthias Lohner

Im letzten Kampf mit Weißenthurmer Beteiligung standen sich die Weltergewichtler Matthias Lohner und Hasan Batu vom KSC Bensheim gegenüber. Hasan ist kein unbeschriebenes Blatt, hat er doch 4 seiner bislang 5 Kämpfe gewonnen und auch bereits bei den offenen südwestdeutschen Meisterschaften im Ring gestanden. Für Matthias war es erst der zweite Einsatz im Ring. Er hatte aus beruflichen Gründen ein paar Monate pausieren müssen und wirkte nun etwas nervös. Er zeigte sich sehr beweglich, pendelte viele Angriffe gekonnt aus, und setzte seinerseits Konter. Jedoch versäumte er oft, auch seinerseits Angriffe zu starten, um den Gegner damit unter Druck zu setzen und ihn im Kampfaufbau zu stören. Der Sieg ging am Ende an den erfahreneren und aktiveren Hasan.

Trainer Serge Wunder ist zufrieden mit seinen Sportlern: „Alle drei haben ihre Sache gut gemacht. Sie haben sich im Training technisch und taktisch sehr gut entwickelt und konnten das heute auch im Ring zeigen. Ich bin stolz auf diese gute Leistung.“

Die nächste Probe für die Weißenthurmer Boxstaffel wartet bereits am kommenden Samstag beim Willi-Gäns-Gedächtnisturnier in Bad Kreuznach. Gemäß dem Motto: „Nach dem Kampf ist vor dem Kampf“ bereiten sich die Wettkämpfer intensiv auf dieses Turnier vor und freuen sich schon darauf, schon so bald wieder im Ring zu stehen und zu zeigen, dass sie noch mehr können…

Anfängerkurs erfolgreich abgeschlossen – Box-Union begrüßt neue Vereinsmitglieder

Boxen ist wieder angesagt! Das spürt auch die Weißenthurmer Box-Union, die immer häufiger neue Trainierende in ihren Reihen begrüßen darf und sich natürlich über den regen Zulauf freut. Um auch künftig sowohl den Neuen, als auch den bewährten Wettkämpfern und den boxerfahrenen Breitensportlern gerecht zu werden, hat man nun beschlossen, in regelmäßigen Abständen Anfängerkurse anzubieten, um den Zustrom neuer Sportler zu bündeln und ihnen die Grundlagen des Boxens ausführlich zu vermitteln.

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Die Box-Union freut sich über regen Zulauf von Wettkämpfern und Fitnessboxern

Der erste Kurs dieser Art fand in der Zeit vom 10. bis zum 31. März statt. Er erstreckte sich über vier zweistündige Einheiten und verlief parallel zum allgemeinen Training. Nach dem gemeinsamen Aufwärmen in der Großgruppe zogen sich die Trainerin Christina Nickenig sowie der erfahrene Boxer und Übungsleiter Andreas Krämer mit den Neulingen zurück, um intensiv die korrekten Techniken verschiedener Schritte, Schläge und Ausweichbewegungen einzuüben. Das abschließende Cooldown- und Stretchingprogramm fand dann wieder in der Gesamtgruppe statt. So erhielten die Boxneulinge nicht nur die technischen Grundlagen, sondern spürten auch gleich den intensiven Trainingsalltag, der sie bei der Box-Union erwarten wird.

„Die Resonanz auf den Kurs war sehr gut und es gab einige Neuanmeldungen im Verein. Das freut uns natürlich. Bisher kamen neue Trainierende oft ohne Voranmeldung und mussten irgendwie ins allgemeine Training eingebunden werden. Die Trainer konnten dann nicht immer so viel Zeit für sie erübrigen, wie nötig gewesen wäre. Durch die Kursform haben die Trainer nun ausreichend Zeit, auf die Neuen einzugehen und Fragen zu beantworten“, so der 1. Vorsitzende des Vereins, Florian Nickenig.

Der nächste Anfängerkurs startet im Herbst. Genaue Termine werden zeitnah an dieser Stelle bekannt gegeben.

 

Florian Nickenig ist Vize-Rheinlandmeister

Am ersten Aprilwochenende fanden die diesjährigen Rheinland-Meisterschaften im olympischen Boxen statt. Selbstverständlich durfte da auch die Weißenthurmer Box-Union nicht fehlen. Der Weißenthurmer Titelverteidiger, Halbweltergewichtler Mehmet Can Uzun, war einige Wochen zuvor ins Leistungszentrum nach Köln gewechselt und wird sich daher künftig bei den NRW-Meisterschaften behaupten müssen.

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Florian mit seinen Sekundanten und mitgereisten Fans. Christian fehlt leider auf dem Bild, weil er hinter der Kamera stand.

Nachdem die Weißenthurmer noch immer mit Verletzungspech zu kämpfen haben, trat bei den Meisterschaften allein der Vereinsvorsitzende Florian Nickenig an – nicht ohne die Unterstützung seiner Mannschaftskameraden, die extra mitgereist waren, um Florian lautstark anzufeuern. Im vergangenen Jahr war er aufgrund einer Rippenverletzung zum Zuschauen verdonnert gewesen, obschon er sich bereits damals gute Titelchancen ausgerechnet hatte. Nun war er umso motivierter, sich den Titel zu holen.

Nachdem Florian es, wie von seinen Trainern erwartet, mühelos bis ins Finale geschafft hatte, wartete dort eine harte Nuss auf ihn. Sein Gegner Alexander Karasev vom BC Idar-Oberstein war von Beginn an aktiver als Florian,

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Florian treibt seinen Gegner gekonnt in die Ecke, um ihn dort mit harten Schlägen zu bearbeiten

traf jedoch fast ausschließlich dessen Deckung. Florian wahrte die Übersicht und traf mehrfach satt Gesicht und Körper seines Kontrahenten – das hinterließ sichtbare Spuren. Die Zuschauer sahen einen spannenden Kampf auf hohem Niveau, den Florian von der Ringmitte aus kontrollierte. Alexander blieb nur der weite Weg außen um den Weißenthurmer herum. Nur selten gelang es ihm, seinerseits die Ringmitte zu erobern. Florian blieb stets souverän, trieb den Idar-Obersteiner auch mehrfach in die Ringecke, um ihn dort mit harten Schlagserien zu Kopf und Körper zu bearbeiten. In der dritten Runde ließ er es dann etwas ruhiger angehen, stand stabil in der Abwehrstellung und setzte nur noch einzelne harte Treffer, während sein Gegner weiter wirkungslos auf seine Deckung einhackte. Von der Wertung der Kampfrichter war wohl auch der gegnerische Trainer überrascht. Die Unparteiischen werteten den Kampf 4:1 für den Idar-Obersteiner Boxer. Florian zeigte sich als fairer Sportsmann, gratulierte dem neuen Rheinlandmeister und dessen Trainern. Die Enttäuschung war ihm jedoch anzusehen. Dass viele fachkundige Zuschauer ihm anschließend versicherten, in ihren Augen habe er klar gewonnen, war da nur ein schwacher Trost.

Dennoch: die Weißenthurmer Box-Union gratuliert Florian herzlich zum Titel des Vize-Rheinland-Meisters 2017!

Nun bleiben ein paar Wochen Zeit, das Geschehene zu verarbeiten, um dann im Mai bei den nächsten Boxveranstaltungen wieder voll durchzustarten – dann hoffentlich auch wieder in voller Mannschaftsstärke.

„Ich danke meinen Sekundanten Marvin Miah und Christina Nickenig, die gestern erstmalig zusammen in meiner Ecke waren und mich perfekt eingestellt haben. Besonderer Dank gilt meinem Trainer Heinrich Ottersbach, der mich von Kindesbeinen an boxerisch geschult und aufgebaut hat und der auch diesmal im Vorfeld für eine optimale Vorbereitung sorgte“, so Florian am Tag danach. „Zunächst war das Ergebnis dieses Finalkampfs schon bitter, da ich mir sicher war, den Sieg in der Tasche zu haben. Schauen Sie sich mal das Auge meines Gegners an…“, scherzt er. „Aber Spaß beiseite: natürlich freue ich mich, dass ich Vize-Rheinlandmeister geworden bin. Und das wird nicht mein letzter Titel sein. Mein Trainerteam und ich werden uns die Videos vom Kampf genau ansehen, bestehende Schwächen analysieren und anschließend im Training bearbeiten“, so Florian weiter.

Über Ostern gibt es nun erst einmal eine kurze Pause. Ab Mai stehen dann wieder zahlreiche Turniere an, bei denen die Weißenthurmer antreten möchten.

 

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Und dieses Bild möchten wir Euch nicht vorenthalten. Es zeigt den Treppenaufgang zur Stadthalle von Gerolstein, in der die Meisterschaften in diesem Jahr ausgetragen wurden. Man sieht die merkwürdigen Auswüchse der sogenannten „Kunst am Bau“ und wie viel Spaß man damit haben kann. Den seltsam verklärten Gesichtsausdruck hatte die Dame übrigens schon, bevor Christian ihr unter das eiserne Kleidchen griff…

Spannende Fights bei Weißenthurmer Boxgala

Am 03.04. war es wieder so weit: Die Weißenthurmer Box-Union, ein Traditionsverein des olympischen Boxens, hatte zur Boxgala geladen. Aus über 30 renommierten Vereinen aus Deutschland, Luxemburg und den Niederlanden und einem Pool aus 216 gemeldeten Boxern wählten die Weißenthurmer die interessantesten Begegnungen für ihr Publikum aus.

Zunächst gab es eine kurze Begrüßung durch den ersten Vorsitzenden, Florian Nickenig, der später auch als Kämpfer im Ring zu sehen sein sollte.

Die Weißenthurmer Boxer Ali Abay und Elvis Voican konnten verletzungsbedingt leider nur als Zuschauer an der Boxgala teilnehmen. Hart traf es auch Matthias Lohner, der nach intensiver Vorbereitung überraschend doch ohne Gegner dastand – dieser war nicht nur deutlich zu schwer, sondern wurde wegen eines grippalen Infekts vom Ringarzt für nicht boxtauglich befunden.

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Emir Yilmaz (rot) gegen Mikail Demirci (blau)

Um kurz nach 16 Uhr hieß es endlich: „Let’s get ready to rumble!“ Die Kämpfer betraten die Halle zu den von ihnen vorher ausgewählten Einlaufsongs, was mitunter für Gänsehaut beim Publikum sorgte. Darüber hinaus setzte Ringsprecher Werner Nickenig die Sportler durch seine Ansagen gekonnt in Szene und sorgte für die richtige Stimmung in der Halle.

Bereits in der Altersklasse der Schüler (U 13) ging es ganz schön zur Sache und das Publikum feuerte die beiden Jungs an. Der Kampf blieb ohne Wertung, hatte aber trotzdem zwei strahlende Sieger.

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Daniel hat einen tollen Kampf geliefert – schade, dass es am Ende nicht zum Sieg gereicht hat

 

 

Richtig laut wurde es erstmalig in Kampf Nummer 3, dem ersten mit Weißenthurmer Beteiligung: Daniel Abay, der jüngste in der Weißenthurmer Staffel, stand Idris Israilov vom BC Westende Hamborn gegenüber. Idris machte von Beginn an Druck, doch Daniel hielt dagegen und konnte mehrfach überraschende Konter setzen, die durchaus Wirkung zeigten. Insgesamt sah man ein ausgeglichenes Duell, was sich im Ergebnis – unentschieden – niederschlug.

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Die Mädels schenkten sich nichts

 

Gleich im Anschluss erbrachten Josefien Betist von Crooswijk Rotterdam und Tabea Darmstädter vom BC Westende Hamborn in der Altersklasse U15 den Beweis, dass Mädchen kühne Kämpferinnen sein können. Josefien war von Beginn an überlegen und brachte die Gegnerin in Bedrängnis, stellte sie an den Seilen und brachte einige Wirkungstreffer ins Ziel. Tabea wehrte sich nach Kräften, konterte, griff immer wieder an, war jedoch chancenlos. Ihr Trainer gab den Kampf schließlich in Runde zwei auf.  „Die Mädels sind echt hart im Nehmen. Da kann sich mancher der Jungs eine Scheibe von abschneiden“, ließ sich ein Zuschauer vernehmen.

 

 

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Noch gibt es kein Foto aus dem Kampf. Auf diesem ist Mehmet der 5. von links

Im letzten Kampf vor der Pause stieg der amtierende Jugend-Rheinlandmeister Mehmet Can Uzun in den Ring. Mehmet ist vor wenigen Wochen auf Anraten seiner Trainer ins Leistungszentrum in Köln gewechselt und trat nun erstmals für den SC Colonia an. Er lieferte sich einen packenden und temporeichen Fight mit Abdelhak Jihad von Box-Out Hamburg. Die Kämpfer attackierten einander gekonnt und mit beeindruckender Geschwindigkeit. Sie zeigten den ca. 200 Zuschauern, die die Boxer lauthals unterstützten, einen über weite Strecken ausgeglichenen Kampf auf hohem technischen Niveau. Am Ende sahen die Kampfrichter bei Abdelhak die klareren Treffer, sodass er den Kampf knapp, aber nicht unverdient gewann.

 

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Florian (blau) zeigt seine Klasse

Nach der Pause gab es den einzigen Schwergewichtskampf des Abends: Florian Nickenig trat gegen Quendrim Abazi vom BC Montabaur an. Quendrim hatte leider deutlich weniger Gewicht als vorher angegeben und so musste man sich mit einem Kampf ohne Wertung zufrieden geben. Das machten die beiden Faustkämpfer jedoch vergessen. Florian, der aufgrund einer Rippenverletzung nach einem Jahr erstmalig wieder im Seilgeviert stand, hielt den heranstürmenden Gegner technisch sauber in Schach, fing einige wilde Attacken ab und setzte geschickte Konter. Quendrim als Angriffsboxer ging mitunter recht brachial zu Werke und konnte auch seinerseits einige Wirkungstreffer anbringen. Ärgerlich war der unabsichtliche Kopfstoß des Montabaurers, der in der 3. Runde einen Cut an Florians Auge verursachte. Dennoch brachte man den Kampf über die volle Distanz und das Publikum fieberte voller Begeisterung mit.

 

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Evren Gedik (blau) bringt seinen Gegner arg in Bedrängnis

Ein Weißenthurmer musste lange auf seinen Auftritt warten: Evren Gedik trat in der Altersklasse der Junioren (U17) gegen Mohamed Mesnane von Condor Limburg an. Evren ist sonst für seine gute Übersicht und seine Beweglichkeit bekannt, doch heute spielten ihm die Nerven einen Streich. Er wollte es vor heimischem Publikum besonders gut machen, war aber daher mitunter etwas hektisch. Er begeisterte immer wieder mit harten Kombinationen, die den Gegner in Schwierigkeiten brachten, lief jedoch leider öfter in dessen Konter und musste so auch selbst einige Treffer einstecken. Seine Vereinskameraden unterstützten Evren lautstark, die Halle tobte und Evren holte das letzte aus sich heraus. Leider reichte es am Ende nicht zum Sieg und man musste sich mit einem unentschieden zufrieden geben. Dennoch war Evrens Fight sicherlich einer der Höhepunkte des Abends.

 

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Ariane Winter (rot) und Corinna Glunz (blau) zeigten Frauenboxen vom Feinsten

Im letzten Kampf des Abends trafen zwei starke Frauen aufeinander: Corinna Glunz vom BC Essen Steele und Ariane Winter von der TuS Aschaffenburg. Beide kannten sich schon vom Weißenthurmer Frauensparringstreffen im Januar und freuten sich daher besonders auf die heutige Begegnung. Die beiden Mittelgewichtlerinnen zeigten einen spannenden und technisch wie taktisch anspruchsvollen Fight. Dass sie sich eigentlich gut verstehen, war im Ring nicht zu sehen, denn sie kämpften verbissen, teilten kräftig aus und steckten einige krachende Schläge ein. In der ersten Runde lag Corinna leicht vorne, in der zweiten und dritten war der Kampf ausgeglichen. In der vierten und letzten Runde dann konnte Ariane häufiger punkten. Das Unentschieden war daher durchaus berechtigt.

Das Kampfgericht um Supervisor Bernd Klein zeigte an diesem Abend ohnehin ein gutes Auge und fällte durchweg faire Urteile.

Am Ende gab es von allen Seiten Lob für die Organisatoren Florian Nickenig, Claudia Brüggemeyer, Martin Friedrich, Serge Wunder, Heinrich Ottersbach, Christian Nickenig und Christina Nickenig, sowie für die vielen fleißigen Helfer, die nicht nur im Hinblick auf den sportlichen Bereich, sondern auch in Bezug auf den passenden Rahmen mit Musik und Gaumenschmaus eine gelungene Veranstaltung auf die Beine gestellt haben.

Bedanken möchte man sich bei allen freiwilligen Helfern, die sichtbar und unsichtbar zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben:

Vielen Dank an die Turnerinnen um Michaela Hoffmann, die am Samstag auf ihr Training verzichten mussten. Danke auch an die Fußballer des BSV, die uns ihren Schiedsrichterraum zur Verfühung gestellt haben.

Danken möchte man auch den fleißigen Helferinnen und Helfern an Kasse und Theke, die die Gäste mit herzhaften und süßen Leckerbissen versorgt haben und natürlich auch allen, die im Vorfeld die leckeren Kuchen gebacken haben.

Vielen Dank an unseren Landessportwart, Bernd Klein, der die Organisation des Kampfgerichts übernommen hat und bereits im Vorfeld ein kompetenter und hilfsbereiter Ansprechpartner war.

Danken möchte man auch den Punkt- und Ringrichtern, die ein gutes Auge und das nötige Feingefühl besessen haben und die stets fair geurteilt haben!

Herzlich bedanken möchte man sich auch beim Fotografen Benjamin Adam (er ist eigentlich Hochzeitsfotograf) der zahlreiche schöne Erinnerungsfotos gemacht hat. Ein paar davon sind hier auf der Homepage zu finden. Wer noch mehr Fotos sehen möchte, kann den Link zur Online-Galerie über das Kontaktformular anfordern.

Auch möchte man sich bei den netten Jungs des KSV Haiger & Herborn herzlich bedanken, die nun schon zum dritten Mal ihren Ring zur Verfügung gestellt und den Auf- und Abbau professionell gemanaged haben. Jungs, Ihr seid spitze!

Natürlich geht der Dank auch an all jene, die beim Auf- und Abbau mit angefasst haben. So ging die Verwandlung der Turnhalle in eine Boxhalle und wieder zurück in Rekordzeit vonstatten!

Bedanken möchte man sich auch bei den Mitarbeitern der Stadt Weißenthurm und Bürgermeister Gerd Heim, die den Organisatoren stets in allen Belangen hilfreich zur Seite stehen!

Danke auch an den Schulleiter, Herrn Stein, der „seine“ Sporthalle, sowie den Schulhof freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.

Ganz besonders bedankt man sich auch Herrn Juchem, dem Hausmeister der Schule, der immer viele nützliche Tipps hat und hilfreiches Equipment zur Verfügung stellt (die Sackkarre war super!)

Der Dank gilt auch den Spendern und Sponsoren: dem Bäcker Karl, der eine große Ladung Brötchen gespendet hat; der Lotto-Stiftung, Kemal Dogan vom Hotel Restaurant AGA, der Physiotherapiepraxis Hildegard Hobbach, der Schlosserei Atlen, dem Sportbund Rheinland, dem Restaurant Trattoria Ferrara, der Firma CK Werbetechnik, dem Friseursalon Selcuk, dem Malermeister Fahed Hassan, dem Amigo Arkadas Grill, und dem FFC 56, die die Box-Union jeweils mit einer Geldspende unterstützt haben; sowie der Firma Ardagh, die die Getränke zur Verfügung gestellt hat.

Ein großer Dank gilt natürlich allen Trainern und Betreuern, die ihre Athleten in zahlreichen Übungsstunden zu guten Boxerinnen und Boxern ausgebildet haben und die viele Stunden opfern, um Veranstaltungen wie die unsrige zu besuchen.

Dankeschön auch an alle Boxerinnen und Boxer, die spannende Kämpfe geliefert und sich als durchweg faire Sportler präsentiert haben!

Herzlichen Dank an unseren Ringarzt Dr. Alan Brecht, der sich wie immer sehr gewissenhaft um die Gesundheit der Boxerinnen und Boxer gekümmert hat!

Vielen Dank an Rudi Geist, der als Protokollführer am Delegiertentisch eingesetzt war, an Kevin Miah, der als Zeitnehmer gearbeitet hat, an unseren Ringsprecher Werner Nickenig und an Marvin Miah, der kurzfristig als Punktrichter eingesprungen ist!

Man möchte zudem den Vereinsgründern und all jenen danken, die die Box-Union in den letzten 50 Jahren geführt und gestärkt haben, denn ohne sie gäbe es die Box-Union nicht!!!

Zuletzt dankt man auch den Familien all derer, die im Boxsport aktiv sind, denn wer einmal als Trainer oder Funktionär tätig war, der weiß: ohne die Geduld und Unterstützung der Familien geht es nicht!

Fußball meets Boxen

01-17-4Liebe Boxfreunde!

Auf Initiative des Fußballtrainers Uwe Oster traf sich die D3 der SG 2000 Mülheim-Kärlich heute bei uns in der Boxhalle, wo wir Ihnen ein exklusives Boxtraining zuteil werden ließen. Wir wollten einfach mal schauen, inwieweit die Kinder vom Boxtraining profitieren und werden nun darüber sprechen, ob und mit welchen Konditionen hier eine dauerhafte Kooperation entstehen kann, aus der natürlich auch die Box-Union gewisse Vorteile haben wird.

Einen Bericht über das heutige Training findet Ihr kommende Woche in der lokalen Presse und schon jetzt unter folgendem Link: https://www.facebook.com/sg2000mk/posts/1872603329642200?pnref=story

40 Boxerinnen beim Frauensparringstag

p1020989Am Samstag, den 07.01. lud die Box-Union Weißenthurm Boxerinnen aus nah und fern zum Frauensparringstag ein. Über 40 Boxerinnen reisten z.T. von weit her mit ihren Trainern an, um sich in Trainingskämpfen (sog. Sparring) mit anderen Boxerinnen zu messen. Die Resonanz war damit überraschend groß. So waren neben Athletinnen aus Bad Neuenahr und dem Westerwald auch Boxerinnen aus Pulheim, Brühl, Rheindorf, Gerolstein, Mainz und Remscheid, aus Aschaffenburg und Essen, aus Bocholt, Aachen, Mülheim-Dümpten und gar aus Hannover gekommen, um das im Training Gelernte im Sparring umzusetzen und neue Erfahrungen und Impulse zu erhalten.

Zunächst gab es ein gemeinsames Aufwärmtraining. Da die Verhältnisse zum Warmlaufen zu beengt waren, bot man ein Programm aus dynamischen funktionellen Übungen zur Musik. Die Boxerinnen waren zunächst etwas skeptisch, hatten aber dann sichtlich Spaß.

p1020998Anschließend ging es im Ring kräftig zur Sache. Die Sportlerinnen haben in ihren Heimatvereinen selten das Glück, geeignete Trainingspartnerinnen zu finden, da der Boxsport noch immer von Männern dominiert wird. So genossen sie nun die große Auswahl und boxten immer wieder neue Gegnerinnen. Die mitgereisten Trainer unterstützten ihre Athletinnen nach Kräften und gaben wichtige Tipps, die sofort umgesetzt wurden. Und die Frauen wurden einfach nicht müde. Erst nach dreieinhalb Stunden ging auch der letzte Sparringskampf zu Ende und die Sportlerinnen traten erschöpft, aber glücklich den Heimweg an.

„Wir haben bloß mit etwa der Hälfte an Sportlerinnen gerechnet und sind nun ganz begeistert, dass so viele Boxerinnen unserer Einladung gefolgt sind“, so die Frauenwartin der Box-Union, Christina Nickenig. „Das Interesse an Trainingstagen für Frauen ist groß und wir planen bereits weitere solche Treffen. Nun hoffen wir, dass die Resonanz bei unserer anstehenden Boxgala ähnlich groß sein wird und wir dem Publikum ein paar erstklassige Frauenboxkämpfe präsentieren können.“

Besagte Boxgala findet am 04. März in der Turnhalle der Grundschule Weißenthurm statt. Bereits jetzt haben sich renommierte Vereine aus Deutschland, Luxemburg und den Niederlanden angemeldet. Auch die Box-Union konnte einige junge Boxtalente aufbauen, so dass man sich auch diesmal auf hochkarätige und spannende Fights freuen kann. Nähere Infos gibt es hier in der Rubrik „Veranstaltungen“.