31 Boxerinnen beim Frauensparringstag

gruppe-2Am Samstag, den 06.01. lud die Box-Union Weißenthurm Boxerinnen aus nah und fern zum Frauensparringstag ein. 31 Boxerinnen reisten z.T. von weit her mit ihren Trainern an, um sich in Trainingskämpfen (sog. Sparring) mit anderen Boxerinnen zu messen. Die Resonanz war damit überraschend groß. So waren neben Athletinnen aus Bad Neuenahr und Montabaur auch Boxerinnen aus Köln, Leverkusen, Bocholt, Essen, Mülheim-Dümpten, Kostheim, Ansbach und Offenbach gekommen, um das im Training Gelernte im Sparring umzusetzen und neue Erfahrungen und Impulse zu erhalten. Auch drei Weißenthurmer Faustkämpferinnen kamen zum Einsatz.

sparring-1Zunächst gab es ein gemeinsames Aufwärmtraining, anschließend ging es im Ring kräftig zur Sache. Die Sportlerinnen haben in ihren Heimatvereinen selten das Glück, geeignete Trainingspartnerinnen zu finden, da der Boxsport noch immer von Männern dominiert wird. So genossen sie nun die große Auswahl und boxten immer wieder neue Gegnerinnen. Die mitgereisten Trainer unterstützten ihre Athletinnen nach Kräften und gaben wichtige Tipps, die sofort umgesetzt wurden. Und die Frauen wurden einfach nicht müde. Erst nach drei Stunden ging auch der letzte Sparringskampf zu Ende und die Sportlerinnen traten erschöpft, aber glücklich den Heimweg an.

Die neue Frauenwartin der Box-Union, Natalie Jonas, gab zwar als Organisatorin des Treffens ihr Debüt, wirkte aber bereits routiniert. Sie sorgte für einen herzlichen Empfang und eine durchdachte Organisation, so dass die Frauen sich bereits auf das nächste Treffen freuen.

„Das Interesse an Trainingstagen für Frauen ist groß“, so die Frauenwartin. „Die meisten Frauen und Mädchen haben in ihren Vereinen keine passenden Trainingspartnerinnen, daher wird unsere Veranstaltung so gut angenommen und die Athletinnen und ihre Trainer nehmen zum Teil weite Anfahrtswege in Kauf. Nun hoffen wir, dass die Resonanz bei unserer anstehenden Boxgala ähnlich groß sein wird und wir dem Publikum ein paar erstklassige Frauenboxkämpfe präsentieren können.“

Besagte Boxgala findet am 17. März in der Turnhalle der Grundschule Weißenthurm statt. Bereits jetzt haben sich die ersten Vereine angemeldet. Auch die Box-Union konnte einige junge Boxtalente aufbauen, so dass man sich auch diesmal auf hochkarätige und spannende Fights freuen kann. Nähere Infos gibt es demnächst an dieser Stelle sowie im Internet unter www.boxunion.de.

Eliteboxer des ABVR: Teilnahme an DM in Lübeck

Der Sportwart unseres Landesverbandes, Bernd Klein, wird uns ab sofort über die Erfolge unserer Eliteboxer auf dem Laufenden halten. Das freut uns, denn natürlich nehmen wir daran gern Anteil!

Am 06.12. hat in Lübeck die Deutsche Meisterschaft der Männer begonnen. Für den ABVR waren in der Klasse bis 69 kg Alan Unadzev von RW Koblenz und in der Klasse bis 75 kg Georg Sahakjan vom BR Westerwald gemeldet.

Alan konnte leider wegen Krankheit Alan nicht antreten.

Georg konnte im Achtelfinale den Ring als Sieger verlassen. Leider ist er dann im Viertelfinale ausgeschieden. Er führte zunächst nach Punkten gegen seinen Gegner aus NRW, bekam aber einmal in der 2. und einmal in der 3. Runde je eine Verwarnung wegen Kopfstoßes. Das bedeutete 2 Punkte Abzug und führte dazu, dass er den Kampf am Ende knapp verlor. Schade!

Georg ist auch einer von wenigen Boxern in unserem Verband, der auf diesem hohen Niveau boxt. Er hat sich enorm verbessert und er hat dieses Jahr schon mehrere A Elite Boxer geschlagen, unter anderem den ehemaligen Deutschen Meister aus Hessen.

Wir freuen uns schon auf die nächsten Neuigkeiten unserer Eliteboxer!

Neue Vereinsmitglieder

art_78-101_1Liebe Boxinteressierte!

Derzeit ist Boxen in Weißenthurm äußerst populär und wir haben fast täglich neue Anfragen. Das freut uns natürlich sehr, stellt uns aber auch vor ein großes Problem: Die Halle ist voll, unsere Vorräte an Material sind ausgeschöpft, unsere Trainer stoßen an ihre Grenzen beim Versuch, sich um alle Trainierenden ausreichend zu kümmern. Wir haben uns daher schweren Herzens entschlossen, neue Mitglieder ohne Boxerfahrung ausschließlich über unsere Anfängerkurse aufzunehmen. Auch für Hobbyboxer haben wir derzeit leider keine freien Kapazitäten. Lediglich im Wettkampfbereich können wir noch ein bis zwei Plätze anbieten.

Wir bitten daher dringend darum, auf unangekündigte Besuche zum Probetraining zu verzichten.

Der nächste Anfängerkurs startet am 23.03.2018. Anmelden kann man sich vom 06. bis zum 20.03. über das Kontaktformular. Der Kurs findet immer freitags von 20 bis 22 Uhr parallel zum normalen Training statt und umfasst insgesamt 6 Einheiten (Termine: 23.03., 06.04., 13.04., 20.04., 27.04, 04.05.). Er kostet 15 €, wobei diese Gebühr bei Anmeldung im Verein mit den ersten Mitgliedsbeiträgen verrechnet wird.

Für unsere Bestandsmitglieder weisen wir aus aktuellem Anlass noch einmal darauf hin, dass Boxhandschuhe und Bandagen selbst mitzubringen sind! Das vereinseigene Material kann nur noch an Teilnehmer der Anfängerkurse ausgegeben werden!

Wir bitten um Verständnis!

„Heimspiel“ bei Boxgala in Koblenz

Endlich mal keine weite Anfahrt für die Weißenthurmer Boxer: Am vergangenen Wochenende konnte man bei der Boxgala in Koblenz sein Können unter Beweis stellen. Ausrichter war der Boxring Westerwald, der eine rundum gelungene Veranstaltung präsentierte. Als Austragungsort hatte man den Fit & Fight Club 56 (FFC 56)  in Koblenz gewählt, mit dem auch die Weißenthurmer gern zusammenarbeiten.

Insgesamt präsentierte man dem Publikum 12 Kämpfe in verschiedenen Alters- und Gewichtsklassen – trotz zahlreicher kurzfristiger Absagen, die von den Veranstaltern einiges an Organisationstalent verlangten. Auch die Boxer zeigten Einsatz: hervorzuheben ist an dieser Stelle der Gießener Michael Wagner, der an diesem Abend sogar zweimal im Ring stand – im ersten und im vorletzten Kampf des Abends.

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Patrice (blaues Trikot) bei der Urteilsverkündung

Die Box-Union konnte insgesamt drei von vier angemeldeten Boxern in den Ring schicken. Den Anfang machte an diesem Abend Neuzugang Patrice Berjot. Der 17-jährige Mittelgewichtler trat gegen den Neuwieder Jannick Becker an. Beide Boxer gaben an diesem Abend ihr Debüt und waren entsprechend nervös. Mit vorsichtigem Abtasten hielten sich jedoch beide nicht auf, sondern attackierten einander in ständigem Wechsel. Auf jeden Angriff folgte ein Konter und der Ringrichter hatte offensichtlich Schwierigkeiten, der Geschwindigkeit dieses Fights zu folgen, wurde mehrfach fast überrannt. Die Boxer konnten ihre Trainer gar nicht hören, denn die Halle tobte und feuerte fast geschlossen den Weißenthurmer an. Der machte seine Sache gut, setzte die Vorgaben des Trainers um und zeigte zudem die größere Ausdauer. Tumulte gab es, als der Neuwieder, stehend k.o., heftig atmend und ohne jede Deckung an den Seilen stehen blieb. Warum er nicht angezählt wurde und warum an dieser Stelle nicht das Handtuch geworfen wurde, blieb unklar. Ein erfahrenerer Boxer hätte den Kampf in dieser Situation durch eine weitere Schlagserie beendet. Patrice zeigte sich aber zu anständig und wartete ab, bis sein Gegner mit letzter Willensanstrengung erneut zum Angriff überging. Der Schlussgong erlöste ihn schließlich. Das Kampfgericht entschied am Ende auf unentschieden. „Das geht für uns in Ordnung. Patrice hat einen richtig guten Kampf gemacht. Natürlich hat er noch viel Arbeit vor sich und muss noch etwas bissiger werden. Ein Knockout im ersten Kampf wäre aber für den Gegner bitter gewesen und so wollen wir uns nicht darüber ärgern, dass Patrice hier die Chance auf den Sieg liegen gelassen hat“, so Trainer Serge Wunder im Anschluss.

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Mehmet beim Aufwärmen mit Trainer Serge

Der nächste Weißenthurmer Faustkämpfer war Weltergewichtler Mehmet Can Uzun, derzeit der erfahrenste Kämpfer im Kader der Box-Union. Von seinen bisher 17 Kämpfen konnte er ganze 11 für sich entscheiden und war auch für den heutigen Abend zuversichtlich, einen Sieg einfahren zu können. In der gegnerischen Ecke wartete erneut ein Neuwieder: Dominik Michels hatte in der Vergangenheit bereits einmal gegen Mehmet verloren und freute sich auf die heutige Revanche. Beide Athleten zeigten einen technisch sauberen Kampf, wobei Mehmet seine Fähigkeiten als Konterboxer ausspielte und so die Angriffe seines Kontrahenten abfing und schlagkräftig beantwortete. Er dominierte alle drei Runden und setzte die klareren Treffer. Eine Überraschung war daher das Urteil des Kampfgerichts, das dem Neuwieder Boxer den Sieg zusprach. In Mehmets Ecke waren die Trainer zunächst davon überzeugt, dass der Ringsprecher sich vertan haben musste und auch Mehmet war völlig sprachlos. Das Publikum brachte sein Unverständnis durch Buhrufe lautstark zum Ausdruck. Auch ein anwesender Kampfrichter, der bei diesem Kampf nicht gepunktet hatte, bezeugte den Weißenthurmern sein Unverständnis für dieses Urteil. „Es war nicht das erste Mal, dass wir mit der Kampfrichterleistung im Rheinland unzufrieden sind. Das betrifft nicht nur unsere Boxer, insofern gehe ich nicht von Absicht oder bösem Willen aus. Dennoch können wir solche Urteile nicht weiterhin kommentarlos hinnehmen und werden in den nächsten Tagen das Gespräch mit dem Kampfrichterobmann des Landesverbandes suchen“, so Trainerin Christina Nickenig.

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Matthias (re.) und Georg lieferten sich einen ansehnlichen Sparringskampf

Zum Zaudern blieb gar keine Zeit, denn Weltergewichtler Matthias Lohner, der zuletzt Dortmunder Stadtmeister geworden war, betrat gleich nach Mehmet das Seilgeviert. Sein Gegner war der Bundesligaboxer Georg Sahakjan, der für den Boxring Westerwald startete. Da nicht nur die Kampfstatistiken (Georg mit 28 Siegen aus 44 Kämpfen, Matthias mit einem Sieg aus 4 Kämpfen), sondern auch der Gewichtsunterschied eine solche Begegnung eigentlich nicht erlauben, hatte man sich im Vorfeld auf einen Sparringskampf geeinigt, der ohne Wertung bleiben sollte. Georg zeigte sein boxerisches Können, bewegte sich gekonnt und bewies ein gutes Auge. Doch auch Matthias musste sich keineswegs verstecken, war überaus wendig und spritzig. Er wirkte trotz der statistischenÜberlegenheit seines Gegners unbefangen und mutig, ging immer wieder nach vorn und durchbrach des öfteren auch die Deckung des Westerwälders. Auch dieser  traf immer wieder und beide machten über weite Strecken vergessen, dass es sich lediglich um einen Trainingskampf handelte. So kamen auch die Zuschauer voll auf ihre Kosten.

Am Ende zeigten sich auch das Management des FFC 56 und die Organisatoren vom Boxring Westerwald zufrieden mit der Veranstaltung. Ob man diese Kooperation im nächsten Jahr wiederholen wird, ist derzeit noch offen. Aus Sicht der Teilnehmer und des Publikums wäre es auf alle Fälle wünschenswert.

Weitere Fotos und Videos stellen wir gern auf Anfrage zur Verfügung. Bitte nutzt dazu unser Kontaktformular.

Schulterschmerzen durch Boxen?

Liebe Boxfreunde!

In den letzten Monaten gab es ein paar Fälle von Schulterproblemen, meist bei unseren Sportlern mittleren Alters. Aber auch viele der jungen Boxer zeigen bereits Haltungsveränderungen in Form protrahierter (nach vorne unten gezogener) Schultern. Auch wenn sie jetzt noch symptomfrei sind, kann diese Haltungsänderung im Laufe der Jahre zu Schulterschmerzen und degenerativen Veränderungen im Bereich des Schultergelenks führen. Ist das eine „Boxerkrankheit“, mit der Liebhaber dieses Sports einfach leben müssen? Oder lassen sich solche Schädigungen vermeiden bzw. – wenn sie bereits da sind – beheben?

Die gute Nachricht: Nein, man muss das nicht hinnehmen. Ja, man kann etwas tun! Auch wenn man bereits Schmerzen hat, ist es nicht zu spät.

Boxer sind häufig vom sog. sekundären Impingement betroffen, weil sie die Druckmuskulatur des Oberkörpers (vornehmlich M. pectoralis major und minor, M. deltoidus pars clavicularis) besonders stark beanspruchen und die Zugmuskulatur (M. serratus, Mm. Rhomboidei) oft vernachlässigen bzw. nicht in gleichem Maße trainieren. Das heißt im Klartext: Zu viele Schläge, Medizinballstöße, Liegestütze und im Verhältnis dazu zu wenige Klimmzüge, Ruderzüge, Rückenübungen. Das optimale Verhältnis dieser Übungen zueinander sollte 1:1 betragen. Das ist natürlich im Boxsport ganz schwer umzusetzen und erfordert aufgrund der Knappheit der Trainingszeiten evtl. zusätzliches Üben zu Hause.

Ein weiterer wichtiger Baustein für Boxer ist die Lockerung der verkürzten Muskeln der Körpervorderseite (Brustmuskulatur) durch Massagen (z.B. Selbstmassage mit dem Igelball) und Dehnübungen.

Ein gutes Video zu diesem Thema mit passenden Übungen findet Ihr hier:

 

Ein umfangreiches Skript mit Informationen und Trainingsempfehlungen zur Schulterstabilisation schicke ich Euch auf Anfrage gern per E-Mail zu. Ihr erreicht mich über die bekannte E-Mail-Adresse oder über das hiesige Kontaktformular.

Mitgliederversammlung wählte neuen Vorstand

Am 20.10.2017 fand in der Turnhalle der Grundschule die ordentliche Mitgliederversammlung der Weißenthurmer Box-Union statt.

Zunächst gab es ausführliche Berichte über die Arbeit des Vorstandes im vergangenen Jahr. So berichtete der erste Vorsitzende u.a. von Neuigkeiten aus der Versammlung des Landesverbandes und aus Aktivitäten des Vereins in Zusammenarbeit mit der Stadt und den anderen Weißenthurmer Vereinen. Der Geschäftsführer beleuchtete die finanzielle Situation der Box-Union, auch im Hinblick auf die letzte Boxgala in Weißenthurm, die man – auch mit Hilfe der zahlreichen Sponsoren – kostendeckend gestaltet hatte. Aus dem Verantwortungsbereich des Sportwartes erfuhren die Anwesenden, welche Wettkämpfe man besucht hatte, wie sich die einzelnen Wettkämpfer im vergangenen Jahr entwickelt haben und welche konkreten Pläne zum Aufbau der Athleten es derzeit gibt. Die Frauenwartin berichtete vom erfolgreichen Frauenlehrgang und von den regelmäßigen Sparringstreffen, die auch überregional großen Anklang finden. Der Bericht des Jugendwarts entfiel leider, da selbiger nicht anwesend war.

Foto (v.l.n.r.): Serge Wunder (Geschäftsführer), Natalie Jonas (Frauenwartin), Matthias Lohner (Jugendwart), Christina Nickenig (Frauenwartin), Florian Nickenig (1. Vorsitzender), Martin Friedrich (2. Vorsitzender)

Foto (v.l.n.r.): Serge Wunder (Geschäftsführer), Natalie Jonas (Frauenwartin), Matthias Lohner (Jugendwart), Christina Nickenig (Sportwartin), Florian Nickenig (1. Vorsitzender), Martin Friedrich (2. Vorsitzender)

Im Anschluss an diese Darlegungen wurde ein neuer Vorstand gewählt.

Erster Vorsitzender wurde erneut Florian Nickenig, der den Verein bereits seit 2015 führt. Unterstützt wird er vom alten und neuen zweiten Vorsitzenden Martin Friedrich. Geschäftsführer wurde erneut Serge Wunder, der dieses Amt ebenfalls seit vielen Jahren bekleidet. Doch es gab auch Neuerungen: Zur Sportwartin wurde die ehemalige Frauenwartin Christina Nickenig gewählt, die in den letzten zwei Jahren bereits zunehmend die Aufgaben in diesem Bereich übernommen hatte. Neue Frauenwartin wurde Natalie Jonas, die bislang als Kassenprüferin aktiv gewesen war. Zum Jugendwart wurde Matthias Lohner gewählt, der als Wettkämpfer für die Box-Union aktiv ist und zum ersten Mal „Vorstandsluft“ schnuppern wird.

Im Anschluss an die Wahl wurden dankte der Versammlungsleiter Christian Nickenig dem scheidenden Vorstand für die geleistete Arbeit und beglückwünschte die neuen Vorstandsmitglieder. Anschließend wurden die Mitglieder über die Planungen für das kommende Jahr informiert. So wurde berichtet, dass die nächste Boxgala in Weißenthurm am 17.03.2018 stattfinden wird. Die Vorbereitungen hierfür haben bereits begonnen. Außerdem wird in der kommenden Woche erneut ein Anfängerkurs starten und die Mitglieder wurden darüber informiert, dass Interessenten ohne boxerische Vorkenntnisse aus organisatorischen Gründen künftig ausschließlich über die Anfängerkurse Zugang zum Vereinstraining erhalten. Die Vorteile dieses Modells wurden kurz erläutert. Es entstanden dann lebhafte Diskussionen zu verschiedenen Themen und die Mitglieder erhielten Antworten auf all ihre Fragen. Auch neue Ideen wurden hinreichend diskutiert.

Mit dem Dank des alten und neuen ersten Vorsitzenden für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und die gute Zusammenarbeit im Verein endete die Mitgliederversammlung.

Furioser Sieg bei der Dortmunder Stadtmeisterschaft

Ohne Worte - dieses Bild spricht für sich

Ohne Worte – dieses Bild spricht für sich

Endlich gibt es wieder zählbares zu berichten: Nach langer Durststrecke und einigem Verletzungspech gab es vergangenen Samstag für die Weißenthurmer Faustkämpfer einen Sieg bei der Dortmunder Stadtmeisterschaft zu verzeichnen.

Weltergewichtler und Publikumsliebling Matthias Lohner trat gegen Mustafa Kurt vom BC Deusen DAM an, jenem Dortmunder Boxclub, in dem auch die 5-fache Boxweltmeisterin Christina Hammer trainiert. Demnach rechnete man mit einer schweren Aufgabe, absolvierte eine konzentrierte Vorbereitung und war auf fast alles gefasst. Nicht aber darauf, dass der vorige Kampf und die anschließende Pause überraschend ausfielen. Matthias hatte sich gerade umgezogen, als plötzlich Hektik aufkam und er zum Ring gerufen wurde. Auf dem Weg dorthin konnte er sich gerade noch die Handschuhe überstreifen und schon ging es los.

So diente die erste Runde auch dem Aufwärmen. Matthias zeigte sich fokussiert und setzte bereits zu Beginn klare Akzente. Hatte er sich sonst

Klarer Punktsieg für Matthias

Klarer Punktsieg für Matthias

immer viel Zeit gelassen, um seinen Gegner auszugucken, so ging er jetzt gleich nach dem Gong auf seinen Kontrahenten los. Dieser hatte sich aufgrund des überstürzten Kampfbeginns im Vorteil geglaubt und wusste nun gar nicht recht, wie ihm geschah, als Matthias‘ ungestüme Schläge auf ihn einprasselten.

In der zweiten Runde konnte der Weißenthurmer sich noch weiter steigern und feuerte ganze Salven auf den meist hilflos wirkenden Dortmunder ab. Dieser wackelte mehrere Male, zeigte jedoch unglaubliche Nehmerqualitäten und blieb standhaft.

In der dritten Runde ließ Matthias es zwar wieder etwas ruhiger angehen, dominierte aber auch hier glasklar. Die Entscheidung des Kampfgerichts wurde so zur reinen Formsache, denn an Matthias Sieg konnte es keine Zweifel geben.

Dreamteam - Serge und Matthias hatten sichtlich Spaß

Zwei Honigkuchenpferde – Serge und Matthias hatten sichtlich Spaß

So zeigten sich Boxer und Trainer nach dem Kampf höchst zufrieden. „Matthias war immer viel zu verkopft, hat viel zu viel nachgedacht und konnte sein Können dann im Ring nicht abrufen. Heute blieb aufgrund der hektischen Situation der Kopf aus, er hat einfach nur Spaß gehabt im Ring. Endlich konnte man auch im Wettkampf mal den starken Matthias sehen, wie wir ihn aus dem Sparring kennen“, so sein Trainer Serge Wunder.

Matthias' Medaille - wir gratulieren dem Dortmunder Stadtmeister!

Matthias‘ Medaille – wir gratulieren dem Dortmunder Stadtmeister!

Dieser Kampf machte Lust auf mehr. Und mehr von Matthias‘ Kampfkunst gibt es am 04. November in Koblenz zu sehen. Dann nämlich richtet der BR Westerwald eine Boxveranstaltung im Fitnessclub FFC 56 in Koblenz aus. Nähere Infos dazu findet Ihr in der Rubrik „Veranstaltungen“.

Hitziges Gefecht vor rustikaler Kulisse

Matthias' "größte" Fans

Matthias‘ „größte“ Fans

Endlich hat die Herbstsaison für die Faustkämpfer der Box-Union begonnen! Einige Boxer haben aktuell mit Erkrankungen und nicht ganz ausgeheilten Verletzungen zu kämpfen und konnten daher beim Turnier in Mülheim an der Ruhr noch nicht teilnehmen. So sollte der Weltergewichtler Matthias Lohner der einzige Weißenthurmer sein, der vor der urigen Szenerie der alten Dreherei den ersten Fight dieses Herbstes bestreiten sollte. Matthias brannte darauf, nach der langen Sommerpause endlich wieder in den Ring zu steigen. Er traf auf Tofighzadeh Assad vom PSV Bochum.

 

Wenige Minuten vor dem Fight sind alle hoch konzentriert

Wenige Minuten vor dem Fight sind alle hoch konzentriert

Beide Kämpfer hatten großen Respekt, tasteten sich zu Beginn der Runde vorsichtig ab. Dann jedoch folgte ein Angriff dem nächsten, keiner wollte auch nur einen Millimeter zurückweichen. Auf jeden Angriff folgten wechselseitige Konter, und die aufgeheizte Stimmung in dem historischen Firmengebäude motivierte die beiden Athleten zusätzlich. Tofighzadeh suchte nun die Entscheidung durch geschickte taktische Maßnahmen. So tat er nach einem harten Treffer auf die Leber kurzerhand so, als habe er einen Tiefschlag bekommen. Der Ringrichter glaubte ihm. Nach einem Stolperer, der ihn auf den Ringboden beförderte, ließ er dann seinen angeblich schmerzenden Fuß etwas genauer vom Ringarzt untersuchen und nutzte die Zeit, wieder zu Atem zu kommen. Auch das eine taktische Maßnahme, wie er nach dem Kampf zugab.

So fiel die Entscheidung am Ende knapp für den ausgefuchsten Bochumer Boxer.

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Unser Matthias mit seinem Gegner Tofighzadeh Assad vom PSV Bochum

Beide Kombattanten zeigten im Anschluss wahre Größe, als Matthias seinem Gegner zum Sieg gratulierte und dieser zugab, dass er sich durch Matthias‘ starken Auftritt zu taktischen Maßnahmen genötigt sah. Beide zollten dem jeweils anderen große Anerkennung für seine Leistungen und man trennte sich schließlich freundschaftlich und nicht ohne ein gemeinsames Foto. Hier zeigte sich eine der Tugenden, die beim Boxen gelehrt werden: der Respekt!

Nächste Woche geht es für Matthias gleich weiter. Diesmal wird er in Dortmund in den Ring steigen und man darf sich erneut auf einen erstklassigen Fight des Weißenthurmers freuen.

Frauenpower: Boxerinnen trafen sich beim Sparringstag

Die Sportlerinnen vor dem Sparring (ein paar Nachzügler fehlen leider auf dem Foto)

Die Sportlerinnen vor dem Sparring (ein paar Nachzügler fehlen leider auf dem Foto)

Am Samstag, den 16.09. lud die Box-Union Weißenthurm Boxerinnen aus nah und fern zum Frauensparringstag ein. Nachdem es im Vorfeld krankheitsbedingt leider einige Ausfälle gab, reisten diesmal 12 Boxerinnen mit ihren Trainern an, um sich in Trainingskämpfen (sog. Sparring) mit anderen Boxerinnen zu messen. So trafen Athletinnen aus Düren, Alzey, Bonn, Montabaur, Wesseling und natürlich aus Weißenthurm im Ring aufeinander, um das im Training Gelernte im Sparring umzusetzen und neue Erfahrungen und Impulse zu erhalten.

Zunächst gab es ein gemeinsames Aufwärmtraining. Da die Verhältnisse zum Warmlaufen zu beengt waren, bot man ein Programm aus dynamischen funktionellen Übungen zur Musik. Die Boxerinnen waren zunächst etwas skeptisch, hatten aber dann sichtlich Spaß.

Anschließend ging es im Ring kräftig zur Sache. Die Sportlerinnen haben in ihren Heimatvereinen selten das Glück, geeignete Trainingspartnerinnen zu finden, da der Boxsport noch immer von Männern dominiert wird. So genossen sie nun die Auswahl und boxten immer wieder neue Gegnerinnen. Die mitgereisten Trainer unterstützten ihre Athletinnen nach Kräften und gaben wichtige Tipps, die sofort umgesetzt wurden. Hervorzuheben ist an dieser Stelle ein Neuzugang bei der Box-Union: Mara ist erst seit wenigen Wochen Boxerin. Trotz ihrer erst 9 Jahre ließ sie es sich nicht nehmen, sich ihrem ersten Sparringskampf zu stellen. „Technisch haben wir natürlich noch etwas Arbeit vor uns. Aber Mara hat Mut und Biss und arbeitet diszipliniert. Sie hat sich heute erstmalig in den Ring getraut und ihre Sache richtig gut gemacht. Wir hoffen, dass sie weiter mit so viel Elan dabei bleibt“, so ihre Trainerin.

Auch alle anderen Frauen wurden einfach nicht müde. Erst nach über zwei Stunden ging auch der letzte Sparringskampf zu Ende und die Sportlerinnen traten erschöpft, aber glücklich den Heimweg an.

„Wir haben ursprünglich mit mehr als doppelt so vielen  Sportlerinnen gerechnet, doch wurden viele von einer Krankheitswelle erwischt“, so die Frauenwartin der Box-Union, Christina Nickenig. „Allerdings hat es auch in kleinem Rahmen allen viel Spaß gemacht und es war so vielleicht sogar etwas intensiver. Für Pausen war ja gar keine Zeit!“

Gedankt sei an dieser Stelle den angereisten Boxerinnen und ihren Trainerinnen und Trainern, die z.T. eine weite Anreise auf sich genommen hatten und für die Fairness und Respekt mehr als nur Worte sind. Darüber hinaus gilt ein Dankeschön auch den freiwilligen Helfern Miriam, Natalie, Willi und Christian, die immer wieder dazu beitragen, dass das Frauensparring überhaupt stattfinden kann.

So hat man mit der heutigen Veranstaltung die Herbstsaison eingeläutet. Die Weißenthurmer Faustkämpfer sind bereit und freuen sich auf die anstehenden Turniere. Nähere Infos gibt es demnächst an dieser Stelle sowie im Internet unter www.boxunion.de.

Feuchtfröhliches Grillfest am Dalfter

regen

Ähnlich war die Aussicht am Dalfter…

Am vergangenen Samstag trafen sich die Weißenthurmer Boxer mit ihren Familien an der Grillhütte „Dalfter“ in Mülheim Kärlich. Mit dem jährlichen Grillfest möchten die Verantwortlichen der Box-Union den Familien der Sportler für ihre Unterstützung der Vereinsarbeit danken, ein gegenseitiges Kennenlernen ermöglichen und den Zusammenhalt weiter stärken. Jeder brachte etwas Leckeres zu essen mit, wodurch ein ansprechendes internationales Büffet entstand. Die Getränke spendierte auch diesmal der Verein. Aufgrund des strömenden Regens, der leider den ganzen Abend nicht aufhören wollte, hatten leider einige Familien kurzfristig abgesagt. Dennoch grillten und klönten einige Unerschrockene bis tief in die Nacht und es wurde viel gescherzt und gelacht. Unterbrochen wurden die Gespräche allenfalls von den lärmenden Kindern, die beim Toben am Waldrand so manches Abenteuer erlebten. Mit Marshmallows am Feuer sorgte man schließlich für Ruhe.

Trotz des widrigen Wetters war es ein gemütlicher und lustiger Abend für Groß und Klein und man hofft auf eine trockene Wiederholung im nächsten Jahr.

Gedankt sei an dieser Stelle allen Familien, die zum Gelingen des Abends durch leckeres Essen und gute Laune beigetragen haben, den beiden Grillmeistern Yildiray und Serge, die bei dem kalten, nassen Wetter etwas Warmes auf die Teller gezaubert haben, sowie Miriam, Claudia und Natalie für die Hilfe bei der Vorbereitung und beim Aufräumen. Mädels, Ihr seid spitze!