Spannende Fights bei Weißenthurmer Boxgala

Am 07.09. war es wieder so weit: Die Weißenthurmer Box-Union, ein Traditionsverein des olympischen Boxens, hatte zur Boxgala geladen. In diesem Jahr schien sich die Veranstaltung bereits im Vorfeld in eine Studie zu Murphys Law zu verwandeln, denn was schief gehen konnte, das ging dann auch schief. Schon bei der Kampfplanung in den Wochen vor der Boxgala gab es ein Hin und Her wie selten: immer wieder fielen eingeplante Boxer wegen Verletzung oder Krankheit aus und mussten ersetzt werden. Bitter auch, dass ausgerechnet das Aushängeschild der Box-Union, der amtierende Rheinlandmeister im Weltergewicht Mehmet Can Uzun, seine Teilnahme wegen einer Erkältung absagen musste.

Gefühlte 1000 Telefonate und ebenso viele E-Mails später standen am Kampftag 12 Begegnungen auf dem Plan. Besonders ärgerlich waren für die Organisatoren eine unnötig kurzfristige Absage aus dem südwestdeutschen Boxverband sowie das schlichte Nicht-Erscheinen des BR Wesseling.

Der Aufbau gestaltete sich ebenfalls schwierig, denn der Ringverleiher stand im Stau und erschien anderthalb Stunden zu spät. Umso mehr ist die Leistung der Aufbauhelfer hervorzuheben, die im Laufschritt den Ring ausluden und in Windeseile zusammenbauten – absoluter Geschwindigkeitsrekord! Trotzdem war es zeitlich knapp und schon während man die letzten Handgriffe am Ring tat, kamen die ersten Athleten zur Waage und zur ärztlichen Untersuchung. Da auch der Ringarzt im Stau stand, wurden die Boxer zunächst nur gewogen und auch hierbei gab es einige Überraschungen und die Notwendigkeit, den Kampfplan umzustellen. Erst eine halbe Stunde vor Publikumseinlass kam endlich der Arzt und auch er arbeitete dann im Akkord.

Erfreulicherweise zeigten sich in der anschließenden Trainerbesprechung alle Trainer mit dem geplanten Ablauf der Veranstaltung einverstanden, so dass man nach allem Hin und Her mit nur 10 Minuten Verspätung beginnen konnte – eine wahre Meisterleistung aller Beteiligten.

Zunächst gab es eine kurze Begrüßung durch den ersten Vorsitzenden, Florian Nickenig. Neben der Begrüßung von Teilnehmern und Zuschauern, würdigte er die Verdienste des langjährigen Ringsprechers der Box-Union, Werner Nickenig, der vor wenigen Wochen verstorben ist, mit 10 Gongschlägen. Werner Nickenig, der früher selbst aktiv geboxt hat, unterstützte den Verein bis zuletzt und sprach noch kurz vor seinem Tod davon, bei der Boxgala wieder am Ring sitzen zu wollen. Das blieb ihm leider verwehrt. Würdig vertreten wurde er heute von seinem Sohn, Christian Nickenig, der am Mikrofon durch den Abend führte.

Nach der kurzen Rede des Vorsitzenden hieß es dann: „Let’s get ready to rumble!“ Die Kämpfer betraten die Halle zu den von ihnen vorher ausgewählten Einlaufsongs, was mitunter für Gänsehaut beim Publikum sorgte.

Bereits im zweiten Kampf des Abend stand der amtierende Saarland-Meister der Schüler, Michail Gromov, im Ring. Er hatte heute kurzfristig einen Ersatz-Gegner bekommen, der deutlich schwerer war. Daher war nur ein Wettkampfsparring ohne Wertung möglich. Mischka, wie er von den Vereinskameraden genannt wird, tat sich zunächst schwer gegen den körperlich überlegenen Marc-Lukas Lüfting vom BR Westerwald und musste einiges einstecken. Ab der zweiten Runde gelang es ihm dann besser, den größeren Boxer in Schach zu halten, doch mehr war heute nicht drin. Dennoch war dieser Kampf wichtig für ihn im Hinblick auf die anstehenden Rheinland-Meisterschaften. „Mischka hat in diesem Sparringskampf erkannt, woran er bis zu den Meisterschaften noch arbeiten muss. Er ist ehrgeizig und fokussiert und auch wenn es ihm nicht gefällt, als unterlegener Boxer im Ring zu stehen, so weiß er doch, dass er solche Kämpfe meistern kann. Das ist gerade für sein Alter eine herausragende Leistung: dranbleiben, auch wenn es mal wehtut. Das können leider nur noch sehr wenige Jugendliche“, so sein Trainer Serge Wunder, während er seinem Schützling nach dem Kampf anerkennend auf die Schulter klopfte.

Doch schon ging es weiter, denn in Kampf Nummer vier stand ein „Neuer“ für die Weißenthurmer im Ring: Florent Qorraj stand heute erstmalig im Seilgeviert, ebenso wie sein Gegner Daniel Pauss vom BC Bendorf. Florent boxte den kleineren Boxer in der ersten Runde mit langen Händen und ließ diesen nicht an sich heran. Leider und vermutlich wegen seiner Unerfahrenheit verlor er in der zweiten Runde nach einem unglücklichen harten Treffer die Linie und ließ sich zunehmend in den Infight zwingen. Pauss siegte am Ende knapp, aber nicht unverdient. Dennoch sind Florents Trainer mit seiner Leistung absolut zufrieden.

Im Kampf Nummer sieben, gleich nach der Pause, steig Samy Pörschke für die Box-Union in den Ring. Er hatte sich für den Kampf gegen Denis Laier vom BR Westerwald viel vorgenommen und attackierte von Beginn an mit knackigen Haken und schnellen Kombinationen, dass einem vom Zusehen schwindelig wurde. Leider endete dieser Kampf bereits in der ersten Runde durch einen Lucky Punch des Westerwälders. Samy war zwar gleich wieder auf den Beinen und wollte weiter boxen, jedoch brach der Ringrichter den Kampf ab. Samy ärgerte sich sehr, doch geht im Zweifelsfall die Gesundheit der Sportler vor. Wie man Samy kennt, wird er sich nun umso intensiver in die Vorbereitung zur Rheinlandmeisterschaft stürzen, denn er ist sicher keiner, der sich von einer Niederlage beeindrucken lässt.

Ein Kampf ohne Weißenthurmer Beteiligung muss hier noch erwähnt werden, da er auf unglaublich hohem technischen Niveau stattfand. Wegen des Gewichtsunterschiedes war es lediglich ein Sparringskampf ohne Wertung, was die beiden 15-jährigen aber vergessen machten. Nadir El-Bakri vom GBG Wiesbaden und Mustafa Alizadeh von den FK Idar-Oberstein kennen Niederlagen fast nur von ihren Gegnern. Sie boten dem Publikum heute einen boxerischen Leckerbissen vom Feinsten – nichts für Freunde des sinnlosen Draufhämmerns, sondern für Genießer von Technik, Taktik und Stil.

So sehen Sieger aus: Noel Uzun (Mitte) mit seinen Trainern Serge Wunder (li.) und Michael Hoffmann (re.)

Draufhämmern, allerdings mit technischem Knowhow, gab es im letzten Kampf des Abends. Der Weißenthurmer Noel Uzun traf auf den noch unerfahrenen Ali Mohamed vom BSC Bad Neuenahr. Noel hatte die Kämpfe seiner Vereinskameraden angesehen und schien sich nun für alle und alles rächen zu wollen. Wie entfesselt ging er auf Mohamed los, der gar nicht recht wusste, wie ihm geschah. Bereits nach 20 Sekunden warf sein Trainer vernünftigerweise das Handtuch und gab damit dem Kampf auf. So gab es am Ende eines mitunter verkorksten Tages doch noch etwas zum Jubeln. Als Noel den Ring verließ, wurde er von seinen Vereinskameraden umringt, die ihn feierten, als sei er gerade Weltmeister geworden.

Das Organisationsteam, bestehend aus Florian Nickenig (Sponsorenbetreuung, Werbung, Gesamtverantwortung), Martin Friedrich (Tontechnik), Christian Nickenig (Einkauf, Ringsprecher), Serge Wunder (Abrechnung), Natalie Jonas (Einkauf, Catering) und Christina Nickenig (Kampfzusammenstellung, Presse), konnte absolut zufrieden sein mit dieser Boxgala und bekam von allen Seiten viel Lob für die gelungene Veranstaltung.

Auch das Kampfgericht unter Supervisor Dr. Thomas Reisinger bewies ein gutes Auge und die Trainer zeigten sich mit den Entscheidungen zufrieden.

Ohne die vielen Helfer an Kasse und Theke, sowie beim Auf- und Abbau wäre ein solcher Abend jedoch nicht möglich gewesen und es waren leider zu viele, um sie alle aufzuzählen. Man spürt, dass die Box-Union ein eingeschworenes Team ist und alle mit anpacken.

Bedanken möchte man sich bei allen, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben:

  • bei den Spendern und Sponsoren: Amigo Arkadas, Bäcker Karl, Bistro Aga, Boxfabrik Koblenz, Firma Ardagh, Lotto-Stiftung, Pizzeria Trattoria Ferrara, Reklame Heim und Steuerberater Dr. Lohner.
  • bei der Stadt Weißenthurm,
  • bei den Verantwortlichen der Schule, insbesondere Bei Hausmeister Peter Juchem,
  • bei denteilnehmenden Vereinen und
  • beim fairen und fachkundigen Publikum.

Ein besonderer Dank gilt auch den Damen der Tanzgruppe Impulz, die unsere Zuschauer während der Pause grandios unterhalten haben!

Hier die Ergebnisse im Einzelnen:

John Jofua (BSC Bad Neuenahr) gegen Marko Zebic (BR Westerwald)                                   WKS

Marc-Lukas Lüfting (BR Westerwald) gegen Michail Gromov (BU Weißenthurm)           WKS

Jason Zeller (BSC Bad Neuenahr) gegen Eric Braun ( BC Bendorf)                                              PS (Zeller)

Daniel Pauss (BC Bendorf) gegen Florent Qorraj (BU Weißenthurm)                                        PS (Pauss)

Efecan Atac (BSC Bad Neuenahr) gegen Koray Sirin (Sparta Aachen)                                        PS (Atac)

Eren Tan (BC Montabaur) gegen Abdulrahman Abdu (BSC Bad Neuenahr)                            PS (Abdu)

Denis Laier (BR Westerwald) gegen Samy Pörschke (BU Weißenthurm)                                  RSC 1:20 (Laier)

Sabri Altindag (Sparta Aachen) gegen Fin Wiers-Keiser (BC Kempen)                                        PS  (Wiers-Keiser)

Mustafa Alizadeh (FK Idar-Oberstein) gegen Nadir El Bakri (GBG Wiesbaden)                    WKS

Jones Mavhusa (Sparta Aachen) gegen Blerim Hamza (BSC Bad Neuenahr)                            KO  (Mavhusa)

Diallo Amadou (BSC Bad Neuenahr) gegen Fabio Büchele (BC Kempen)                                   RSC 2:00  (Büchele)

Ali Mohamed (BSC Bad Neuenahr) gegen Noel Uzun (BU Weißenthurm)                                 ABD (Uzun)

 

WKS = Wettkampfsparring ohne Wertung); PS = Punktsieg; RSC = Referee stops contest (Abbruch des Kampfes durch den Ringrichter); KO = Knockout (Abbruch des Kampfes durch einen Treffer, der einen Boxer kampfunfähig macht); ABD (Aufgabe des Kampfes durch eine Ecke, angezeigt durch Werfen eines Handtuchs in den Ring)
Der Sieger des Kampfes steht jeweils in Klammern.

 

Sieg, Unentschieden und Niederlage in Idar-Oberstein

Auch an diesem Wochenende hieß es für die Weißenthurmer Boxsportler wieder: Ring frei! Diesmal standen Mehmet Can Uzun, Noel Uzun und Samy Pörschke bei der Open-Air-Boxgala in Idar-Oberstein im Seilgeviert.

Noel gewinnt deutlich gegen starken Gerolsteiner

Bereits im zweiten Kampf des Abends stand Noel Uzun dem Gerolsteiner Benja Wagner vom BC Vulkaneifel gegenüber. Zeigten sich beide anfangs noch verhalten, ging es ab Mitte der ersten Runde zur Sache. Beide lieferten sich immer wieder hitzige Gefechte, die jedoch meist vom Weißenthurmer beherrscht wurden. Dieser konnte sich in der zweiten und dritten Runde noch steigern und gewann so verdient mit 4:1 Kampfrichterstimmen. Dennoch gab es Kritik von Trainer Serge Wunder: „Noel hat zwar gewonnen, aber er kann viel mehr. Er hat ja noch nicht einmal richtig geschwitzt heute. Wir wünschen uns, dass er sein Potential besser ausschöpft und nicht immer bloß das Nötigste zeigt, denn das führt leicht dazu, dass man einen Kampf unnötig verliert. Hoffen wir, dass er in zwei Wochen vor heimischem Publikum zeigt, was in ihm steckt.“

Mehmet erkämpft sich ein Unentschieden

Im fünften Kampf des Abends kam dann Noels älterer Bruder und die Speerspitze des Weißenthurmer Vereins, Mehmet Can Uzun, zum Einsatz. Er sah sich dem starken Leverkusener Muhamed Aba gegenüber. In Runde eins tat Mehmet sich schwer. Er wirkte langsamer als in den letzten Kämpfen, die ihm sonst eigene Lockerheit fehlte. Obschon Wirkungstreffer ausblieben, machte der Leverkusener Druck und behauptete erfolgreich die Ringmitte, zwang Mehmet immer wieder ans Ringseil. Mehmet ließ sich zwar am Seil nie stellen und drehte sich immer wieder geschickt aus der Gefahrenzone, tat sich aber mit kontern schwer. So ging diese Runde völlig zu Recht an Muhamed Aba. Nach einigen taktischen Anweisungen seines Trainers während der Rundenpause kam Mehmet in Runde zwei deutlich besser in den Kampf. Ankommende Angriffe konterte er gut ab und startete seinerseits schnelle Serien zu Kopf und Körper des Gegners. Dieser ließ sich jedoch auch nicht die Butter vom Brot nehmen und hielt ausgezeichnet dagegen. Man sah eine ausgeglichene zweite Runde, bei der es keinen Sieger geben konnte. In Runde drei konnte Mehmet sich erneut verbessern und außerdem seine hervorragende Kondition ausspielen. Nun war er es, der den Gegner dominierte und häufiger traf. So ging diese Runde an den Weißenthurmer Boxer. So lautete das offizielle Urteil dann: „Unentschieden“.
Keine Zeit zum Durchatmen, denn bereits der nächste Kampf des Abends war wieder einer mit Weißenthurmer Beteiligung. Samy Pörschke trat gegen Hamsa Malik von der TG Zeilsheim an. Samy begeisterte bereits in Runde eins mit schnellen Serien und zeigte deutlich mehr, als man ihm zugetraut hatte. Sein Gegner hatte einige Wirkungstreffer einzustecken, ließ sich davon aber so leicht nicht verunsichern. Immer wieder startete er teils wilde Angriffe, die ihr Ziel jedoch meist verfehlten, da Samy die Schläge mied und dann seinerseits angriff. Die zweite Runde schien eine Kopie der ersten zu sein. Samy dominierte beide Runden klar und deutlich und begeisterte seine Trainer durch seine Präsenz und seine Schlaghärte. Leider brachen beide Boxer in Runde drei konditionell ein, wodurch die Schläge seltener, langsamer und unpräziser wurden. Auch das Ausweichen gelang nicht mehr so gut, wodurch beide häufiger ihre Nehmerqualitäten beweisen mussten. In dieser Runde war es schwer, einen Sieger zu ermitteln. Erstaunlich jedoch das Urteil des bislang fehlerfreien Kampfgerichts: ein knapper Sieg für den Zeilsheimer Boxer. „Die Wertungen beim Boxen sind nun einmal subjektiv, es gibt nichts eindeutig Zählbares wie beispielsweise Tore beim Fußball. Nicht immer erkennt man eindeutig, ob ein Treffer ins Ziel oder bloß auf die Deckung ging, ob er Wirkung hatte oder nicht. Unsere Boxer nehmen sich solche Urteile nicht zu Herzen, denn sie wissen, was sie geleistet haben. Samy hat heute seine Bestleistung abgerufen und kann stolz auf sich sein“, so sein Trainer nach dem Kampf.
Am kommenden Wochenende gibt es für die Weißenthurmer Boxer eine Pause, denn man bereitet sich intensiv auf die anstehende Boxgala vor heimischem Publikum vor.

Erfolgreicher Saisonauftakt – Boxgala im September

Endlich wieder im Ring: nach der langen Sommerpause freuen sich die Athletinnen und Athleten der Weißenthurmer Box-Union auf zahlreiche spannende Fights in der Herbstsaison.

So sehen Sieger aus: Mehmet beim Vergleichskampf in Völklingen

Den Anfang machte Mehmet Can Uzun am vergangenen Freitag in Völklingen. Die Saarländer hatten ihn zum Vergleichskampf eingeladen. Der vorgeschlagene Gegner für Mehmet wechselte kurzfristig noch mehrfach, doch dem Weißenthurmer war das gleichgültig. Er ist bereits in der Vorbereitung auf die Rheinland-Meisterschaften Ende September und bereit, „alles zu boxen, was kommt“.

Es gelang ihm ganz hervorragend, diesen Kampfgeist in den Völklinger Boxring zu transportieren. Von Beginn an setzte er den unerfahrenen Gegner mächtig unter Druck, setzte erfolgreiche Angriffe, ohne selbst ernstlich getroffen zu werden. Wo immer sein Gegner auch hinschlug, war Mehmet schon längst wieder weg und startete sogleich beachtliche Konterkombinationen. Erst in der dritten Runde wurde der Völklinger Boxer vom Ringrichter erlöst, der den Kampf wegen der weitgehenden Wehrlosigkeit des Saarländers abbrach.

Bereits am kommenden Wochenende geht es für Mehmet und seine Vereinskamera-den weiter: die Faustkämpfer aus Idar-Oberstein veranstalten dann ihre jährliche Open-Air-Boxgala.

Geballte Frauenpower beim Frauensparringstreffen

Auch die weiblichen Weißenthurmer Athleten zeigten sich am Wochenende fleißig. Beim Frauensparringstreffen in der eigenen Halle trafen sie sich mit Boxerinnen aus Pulheim, Montabaur und Mülheim-Dümpten um sich in Trainingskämpfen zu messen, ihr Können zu testen und neue Erfahrungen zu sammeln. Und tatsächlich war ein breites Spektrum an boxerischem Können zu sehen, wagten sich doch neben erfahrenen Wettkämpferinnen auch Breitensportlerinnen und Anfängerinnen mutig ins Seilgeviert. Hier zeigten die erfahrenen Boxerinnen wahre Größe, indem sie den Neulingen mit Respekt begegneten und die Härte dem Leistungsstand des Gegenübers anpassten. So konnte eine jede etwas für sich mitnehmen.

Das waren noch Zeiten: Flo (blau) bei der ersten Boxgala 2015

Eventuell gibt es bereits bald ein Wiedersehen, denn am 07.09. findet bereits zum fünften Mal die jährliche Weißenthurmer Boxgala statt.  Dazu sind Athletinnen und Athleten von nah und fern eingeladen, um sich mit den Weißenthurmer Faustkämpfern zu messen. Auch diesmal erwartet man Anmeldungen aus ganz Deutschland, aus Luxemburg und den Niederlanden. Die Sportler der Box-Union trainieren bereits seit Jahresbeginn intensiv auf dieses Ereignis hin und hoffen, dass sie geeignete Gegner finden, um dem heimischen Publikum spannende Fights präsentieren zu können. Derzeit warten sieben Weißenthurmer Sportler auf ihren nächsten Einsatz. Man darf sich also auf viele packende Gefechte in verschiedenen Alters-, Gewichts- und Leistungsklassen freuen. Selbstverständlich stehen auch wieder mehrere Frauen-Boxkämpfe auf dem Programm, verfügt die Box-Union doch über eine äußerst engagierte Frauenabteilung.

Natürlich wird an diesem Abend auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt!

„Um den Boxsport in Weißenthurm wieder so populär zu machen, wie er einmal war und unseren Kämpfern regelmäßig die Möglichkeit zu bieten, auch zu Hause zu zeigen, was sie draufhaben, veranstalten wir jährlich einen solchen Kampfabend. Stadt und Schule unterstützen uns dabei nach Kräften, dafür möchte ich mich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bedanken. Mein Dank geht auch an die Turnerinnen vom Turnverein sowie an die Fußballer vom BSV, die an diesem Tag auf ihr Training verzichten müssen“, so der Vereinsvorsitzende Florian Nickenig. „Wir hoffen, auch noch Sponsoren und Spender gewinnen zu können, die zum Erfolg unseres Projekts beitragen möchten.“

Weitere Informationen erhalten Sie demnächst an dieser Stelle sowie im Internet unter www.boxunion.de in der Rubrik „Veranstaltungen“.

 

 

Wir nehmen Abschied…

Am vergangenen Dienstag ist unser Ringsprecher, Werner Nickenig, nach langer, schwerer Krankheit von uns gegangen. Bis zuletzt sprach er davon, bei unserer Boxgala im September noch einmal das Ansagen der Boxer zu übernehmen. Leider war dieses Ziel für ihn nicht mehr erreichbar. Trotz jahrelangen Kämpfens hat der Krebs ihn schließlich besiegt.

Mit vielen unserer Vereinsmitglieder war er verwandt, so dass wir nicht nur einen Unterstützer am Ring, sondern vor allem einen liebevollen Vater, Schwiegervater, Opa und Onkel verloren haben.  Er hinterlässt eine große Lücke und wir können immer noch nicht fassen, dass er nun nicht mehr unter uns ist.

Werner wird am Donnerstag, den 22.08. um 14 Uhr in Weißenthurm beigesetzt.

Anfängerkurs startet am 20.09.2019

Etwas älter solltet Ihr schon sein – ab 10 Jahren seid Ihr bei uns willkommen!

Boxen ist wieder angesagt! Das spürt auch die Weißenthurmer Box-Union, die immer häufiger neue Trainierende in ihren Reihen begrüßen darf und sich natürlich über den regen Zulauf freut. Um auch künftig sowohl den Neuen, als auch den bewährten Wettkämpfern und den boxerfahrenen Breitensportlern gerecht zu werden, finden in regelmäßigen Abständen Anfängerkurse statt, um den Zustrom neuer Sportler zu bündeln und ihnen die Grundlagen des Boxens ausführlich zu vermitteln.

Der Kurs findet parallel zum allgemeinen Training statt. Nach dem gemeinsamen Aufwärmen ziehen sich ein bis zwei Trainer mit den Neulingen zurück, um intensiv die korrekten Techniken verschiedener Schritte, Schläge und Ausweichbewegungen zu lehren und einzuüben. Das anschließende Kraft- und Athletiktraining findet dann wieder in der Gesamtgruppe statt. So erhalten Boxinteressierte nicht nur die technischen Grundlagen, sondern spüren auch gleich den intensiven Trainingsalltag, der sie bei der Box-Union erwarten wird.

Der nächste Anfängerkurs umfasst sechs Trainingseinheiten und startet am 20. September um 19.45 Uhr in der Turnhalle der Grundschule, Breslauer Straße. Weitere Termine sind der 27.09., der 04.10., der 11.10., der 25.10. und der 08.11.2019, jeweils von 20 bis 22 Uhr. Bitte beachtet, dass wir in den Herbstferien nicht pausieren! Wenn Ihr Euch anmelden wollt, stellt bitte sicher, dass Ihr auch in den Ferien kommen könnt.
Die Kosten für den Kurs betragen 15 €. Bei Anmeldung im Verein wird dieser Betrag mit den ersten Mitgliedsbeiträgen verrechnet. Neue Vereinsmitglieder haben also durch den Kurs keine zusätzlichen Kosten. Und auch für bereits angemeldete Mitglieder ist der Kurs kostenlos. Wer also noch technische Defizite hat oder wer mehrere Jahre pausiert hat und seine Technik von Grund auf verbessern möchte, dem wird die Teilnahme am Kurs unbedingt empfohlen.

Nicht alle, die am Kurs teilnehmen, können auch in den Verein aufgenommen werden. Das Boxtraining ist hart und anspruchsvoll; eine der anspruchsvollsten Sportarten ist im Hinblick auf Koordination und Athletik. Für Sporteinsteiger ist das Training daher leider nicht geeignet. . Da wir niemanden „kaputt trainieren“ wollen, behalten wir uns vor, Anfänger nicht aufzunehmen bzw. die Aufnahme so lange zu verschieben, bis physische Defizite abgebaut sind. Eine gute körperliche Fitness und die Bereitschaft, sich richtig auszupowern, setzen wir voraus. Ob Boxen die richtige Sportart ist und ob es auch Spaß macht, kann man in bis zu drei kostenlosen Probetrainings testen. Dazu einfach mal zu unseren Trainingszeiten vorbeischauen und sich bei einem der Trainer anmelden.

Die Anmeldung zum Anfängerkurs erfolgt bis spätestens 12.09.2019 über das hiesige Kontaktformular. Natürlich stehen wir auf diesem Wege auch für alle Eure Fragen zur Verfügung.

Wir freuen uns auf Euch!

 

Die Boxfabrik

Mit der Boxfabrik hat am 01.07. in Koblenz (Wallersheimer Weg 64) ein Fitnessstudio der besonderen Art eröffnet. Inhaber ist Yildiray Uzun, dessen Söhne für die Box-Union Wettkämpfe bestreiten.
Neben klassischen Trainingsgeräten finden sich in der Boxfabrik einige Geräte aus dem Crossfitbereich, sowie ein Boxring, Sandsäcke, Maisbirne und Speedball. Derzeit gibt es zweimal die Woche Boxkurse (Dienstags und Donnerstags), wobei das Kursangebot ausgebaut werden soll.  Momentan trainieren Jugendliche und Erwachsene noch gemeinsam, später wird es jeweils eigene Kurse geben. Auch ein Frauenboxtraining wird dann nicht fehlen. Zudem könnt Ihr bald auch den Personaltrainer Chris in Anspruch nehmen, der mit Euch ein Functional Training ganz nach Euren Bedürfnissen durchführt.

Die Kurse finden werktäglich zwischen 17 und 21 Uhr statt. In dieser Zeit ist das Studio geöffnet. Mitglieder, die darüber hinaus trainieren möchten, erhalten auf Nachfrage einenTransponder, mit dem sie jederzeit Zugang zur Trainingshalle erhalten.  Derzeit befindet sich das Gym noch im Aufbau. Für Euch ergibt sch daraus die Chance, bei zeitiger Anmeldung von vergünstigten Mitgliedsbeiträgen zu profitieren. Bei Anmeldung bis 31.08.2019 beträgt der Mitgliedsbeitrag 25 €. Meldet Ihr Euch ab 01.09.2019 an, zahlt Ihr 32,50 €. Hinzu kommt eine einmalige Anmeldegebühr von 15 € sowie, wenn gewünscht, eine einmalige Gebühr für den Transponder von 12,50 €. Zudem entstehen ggf. zusätzliche Kosten für das Personaltraining, sofern Ihr das in Anspruch nehmen wollt.

Derzeit gibt es noch keinen Internetauftritt der Boxfabrik. Bei Interesse meldet Euch über das Kontaktformular; wir leiten Euer Anliegen dann umgehend weiter.

Warum werben wir für die Boxfabrik? Wir werben für die Boxfabrik,

…weil uns das Gym richtig gut gefällt,

…weil wir das Gym für unsere Wettkämpfer nutzen dürfen, wenn während der Wettkampfphase unsere eigene Halle gesperrt ist oder die Sportler zusätzliche Einheiten benötigen,

…weil Uzuns prima Leute sind!

 

Mischka ist Saarlandmeister – Mehmet mit erstem KO-Sieg

Zurück auf der Siegesstraße: An den vergangenen beiden Wochenenden gab es für die Weißenthurmer Box-Union einiges zu feiern.

Noel, Mischka und Samy präsentieren Urkunden und Medaillen

Den Anfang machte der jüngste aus dem Weißenthurmer Kader. Michail Gromov trat in seinem ersten Kampf bei den offenen Saarlandmeisterschaften in Völklingen an. Dort stand ihm der ebenfalls 12-jährige Völklinger Boxer Mohammad Al-Baghdadi gegenüber. Dieser hatte die Halle hinter sich und wurde beim Gang in den Ring von den Seinen angefeuert was das Zeug hielt. Michail ließ sich davon nicht beeindrucken. Hochkonzentriert betrat er das Seilgeviert. Und dann ging alles ganz schnell: Nachdem der Ringrichter den Kampf eröffnet hatte, traktierte Michail seinen Gegner mit Schlägen, deckte den jungen Boxer Mohammad dermaßen mit schnellen Serien ein, dass dieser gar nicht wusste, wie ihm geschah. Nach nur 19 Sekunden warf der Völklinger Training das Handtuch, um seinen Schützling zu erlösen.

Michail verließ strahlend das Seilgeviert und auch sein Trainer Serge Wunder zeigte sich zu Recht stolz auf die Leistung des jungen Talents: „Wenn er weiter so hart arbeitet, kann er es als Boxer weit bringen. Wir haben bereits weiter mit ihm geplant, möchten aber noch nicht zu viel verraten.“

Beachtlich an diesem Wochenende waren auch die Leistungen der anderen beiden Weißenthurmer Boxer, die zu den Meisterschaften nach Völklingen gereist waren: Samy Pörschke und Noel Uzun kehrten immerhin als Vize-Saarlandmeister zurück. Kurios: Mehmet Can Uzun ließ man aufgrund seiner Überlegenheit, die man aus seiner Kampfstatistik herauslas, gar nicht erst antreten.

Sieg durch KO in Runde 2 für Mehmet

Mehmet focht das aber nicht an. Nachdem er umsonst nach Völklingen gereist war, konzentrierte er sich gleich auf das nächste Turnier, das praktischerweise direkt vor der Haustür stattfand. Der Boxclub Bendorf hatte zum Charity-Boxen ins Fitnessstudio Medicon in Neuwied eingeladen, dessen Erlös an das Neuwieder Tierheim fließen wird.

Über 30 Kämpfe standen an diesem Tag auf dem Programm. Die Stimmung in der Halle war gut und einige Vereinskameraden waren mitgekommen, um Mehmet zu unterstützen.

Sein heutiger Gegner war ein „alter Bekannter“, Luca Milhausen vom BKV Dortmund. Beide waren bereits Anfang 2017 in Weißenthurm aufeinandergetroffen, wo sie nach einer wahren Ringschlacht mit einem Unentschieden auseinander gingen. So war noch eine Rechnung offen und beide wollten den heutigen Kampf unbedingt für sich entscheiden. Nachdem Mehmet zuletzt für technisch hochklassiges Boxen von den Kampfrichtern abgestraft worden war, hatte man kurzerhand die Strategie geändert. „Durch die Annäherung des olympischen Boxsports an das sogenannte Profiboxen wird von den Kampfrichtern mehr Aggression gefordert. Das boxunkundige Publikum möchte offenbar mehr Blut sehen. Saubere Technik tritt in den Hintergrund. In der Vergangenheit haben wir viele Kämpfe gesehen, in denen der bessere Boxer verlor und man dem Kneipenschläger den Sieg zugesprochen hat. Wir bedauern diese Entwicklung sehr, sehen uns aber gezwungen, uns dem ein Stück weit anzupassen. Daher der Strategiewechsel für Mehmet“, erklärte seine Co-Trainerin.

Und so sah man Mehmet von Anfang an im Vorwärtsgang. Kein klassisches Konterboxen mehr, sondern aggressives Dauerfeuer. Der Dortmunder kam damit, wie erwartet, gut zurecht, und so war die erste Runde ausgeglichen. Mehmet wollte es aber allen zeigen und auf Nummer Sicher gehen. So startete er in der zweiten Runde durch, machte Druck auf seinen Gegner und schickte ihn schließlich mit einem rechten Kopfhaken auf die Bretter. Erfreulicherweise nahm der arme Luca nicht ernsthaft Schaden und stand gleich wieder auf. Er war jedoch noch etwas benommen, so dass der Kampf abgebrochen werden musste. Mehmet verließ den Ring mit dem ersten KO-Sieg in seiner Karriere, die nun immerhin 30 Kämpfe zählt.

Am kommenden Samstag werden die Weißenthurmer wieder im Ring stehen. Diesmal geht es in die Peter-Häring-Halle in Urmitz. Wer die Weißenthurmer in Aktion sehen möchte, kann sich am 01.06. um 13.00 (U15 und U17) oder um 17.00 Uhr (Eliteboxer) dort einfinden.

Kuriose Boxnacht in Bendorf – Weißenthurmer Boxer überzeugen

Diese Veranstaltung hatte es in sich! In der Bendorfer Karl-Fries-Halle trafen Boxer aus dem Rheinland, aus Nordrhein-Westfalen und Hessen aufeinander, um sich im Ring zu messen. Wegen der großen Resonanz wurde kurzfristig ein zweiter Ring aufgebaut, da man sonst nur die Hälfte der möglichen Begegnungen hätte zeigen können. An diesem Boxabend konnte man tatsächlich so manches erleben: Boxer, die eher an Kneipenschläger erinnerten, stehende Ovationen für einen ausgeknockten Boxer, der nach langen Minuten endlich wieder auf die Beine kam und einen Sportler, der inmitten eines sehr guten, ausgeglichenen Kampfes den Ring verließ und nicht mehr zurückkehrte… aber auch technisch saubere, spannende Kämpfe gut ausgebildeter Athleten und ein Publikum, das wie kein anderes emotional mitging und die Sportler lautstark unterstützte.
Auch die Weißenthurmer Box-Union durfte natürlich nicht fehlen. Leider musste Rheinlandmeister Mehmet Can Uzun wegen einer Erkältung kurzfristig absagen. Er möchte aber am kommenden Wochenende beim Turnier in Altenkirchen wieder fit sein und nach berufsbedingt längerer Ringpause wieder zeigen, was er kann.
Seine Vereinskameraden konnten ihn jedoch würdig vertreten.

Alexander Dergunov mit seinen Trainern Serge Wunder (Mitte) und Michael Hoffmann (re.)

Als erster Weißenthurmer stieg an diesem Abend Alexander Dergunov ins Seilgeviert. Der frühere Judoka trainiert schon etwas länger bei den Boxern, entschied sich aber erst kürzlich dazu, Wettkämpfe zu bestreiten. So gab er in Bendorf sein Debüt. Sein Gegner war Meris Seyfic aus Rumelange (Luxemburg), laut Kampfpass ebenfalls Boxanfänger ohne Wettkampferfahrung. Danach sah es aber bereits in der ersten Runde nicht aus. Seyfic machte von Beginn an Druck, zeigte schnelle, anspruchsvolle Kombinationen, die man normalerweise nur von erfahrenen Athleten erwarten darf. Dergunov hielt dagegen, traf gelegentlich und zeigte vor allem eine stabile Deckung, so dass er die Runde gut überstand. Seyfic wurde jedoch auch in der zweiten Runde nicht müde, drehte sogar weiter auf, so dass dem Neuling Dergunov nichts anderes übrig blieb, als in der Defensive zu bleiben und die anprasselnden Schläge mit guter Deckung abzufangen, was ihm gut gelang. Trainer Serge Wunder und sein heutiger Assistenztrainer Michael Hoffmann gaben den Kampf nach kurzer Besprechung zu Beginn der dritten Runde auf. „Es hat keinen Sinn, Alex noch einmal reinzuschicken. Er kann den Kampf nicht mehr gewinnen und das Risiko, dass er doch noch schwere

Alex Dergunov (rot) gegen Meris Seyfic

Treffer einstecken muss, wollen wir nicht eingehen. Da geht die Gesundheit der Sportler vor“, so Wunder. Und Hoffmann ergänzt: „Der Luxemburger boxt nicht wie ein Anfänger. Wir vermuten, dass er bereits zahlreiche Kämpfe bestritten hat, die nicht im Kampfpass eingetragen wurden.“ So sah es auch das Kampfgericht, dass sich eine Überprüfung des Sachverhalts vorbehält. Inwieweit das Konsequenzen für den Luxemburger Boxer und seinen Trainer haben wird, bleibt abzuwarten. Dergunov selbst blieb indes gelassen und möchte am kommenden Wochenende beim Turnier in Altenkirchen erneut antreten – diesmal hoffentlich gegen einen echten Anfänger.

Samy Pörschke (blau) hatte seinen Gegner voll im Griff

Als zweiter Weißenthurmer stieg im vorletzten Kampf des Abends Samy Pörschke in den Ring. Es war sein insgesamt vierter Kampf und er hatte sich gegen Lokalmatador Basybuyuk einiges vorgenommen. Man wusste, dass er schwer haben würde, denn der Bendorfer hatte die Halle hinter sich und so trat Pörschke nicht nur gegen einen Boxer, sondern zusätzlich gegen eine Wand aus Anfeuerungsrufen an. Er blieb jedoch locker und auf seine Aufgabe konzentriert und überzeugte in der ersten Runde mit anspruchsvollen Kombinationen und gutem Auge. So ließ er manchen Angriff seines Gegners ins Leere laufen, verpasste jedoch mitunter die Chance, schnelle Konter zu setzen. Insgesamt wirkte diese Runde recht ausgeglichen und sauber und machte daher Lust auf mehr. Dieses Mehr sollte es aber leider nicht geben. Denn der Supervisor am Ring sah sich gezwungen, den Bendorfer Boxer zu disqualifizieren, da er sich nicht, wie in den Wettkampfbestimmungen vorgeschrieben, vor dem Kampf rasiert hatte und ein Bärtchen trug. Das Bendorfer Publikum zeigte sich zunächst verwirrt und dann maximal verärgert. Als Pörschke der Sieg zugesprochen wurde, musste er einige Häme und Schmährufe hinnehmen, was sicher unsportlich, aber der emotional aufgeladenen Situation geschuldet war. So war es absolut richtig, dass einer der Kampfrichter die Boxer und ihre Trainer gleich zu sich rief und die Wogen glättete. Boxer und Trainer reichten sich die Hände und so konnten sich auch die Zuschauer wieder beruhigen. Hier zeigten sich Fairness und wahrer Sportsgeist. Und nach der sehr ansehnlichen ersten Runde darf man sicher hoffen, dass beide Boxer erneut aufeinander treffen und zu Ende bringen, was sie heute angefangen haben.
So endete eine nervenaufreibende und spannende Boxnacht.
Wer gern einmal als Zuschauer eine solche Veranstaltung besuchen möchte, dem sei die kommende Veranstaltung des Boxrings Westerwald in Altenkirchen empfohlen. Am 30.03. ertönt um 18 Uhr der erste Gong in der Sporthalle Glockenspitze im Sportzentrum. Einlass für Zuschauer ist um 17.30 Uhr.
Und wer es mit dem Boxsport selbst einmal versuchen möchte, der kann ab dem 29.03. den Anfängerkurs der Weißenthurmer Box-Union besuchen. Nähere Infos und Anmeldung unter www.boxunion.de.

Beitragserhöhung ab 01.01.2019

Liebe Vereinsmitglieder!

Wie in der Mitgliederversammlung vom 19.10.2018 beschlossen, erhöhen wir ab dem 01.01.2019 unsere Mitgliedsbeiträge. Bislang konnten wir die Beiträge über Jahre hinweg stabil halten. Doch macht zum einen die Inflation auch vor uns nicht halt. Zum anderen haben wir in den vergangenen Jahren die Trainingsqualität kontinuierlich verbessert, z.B. durch neue Trainingsgeräte, die Teilnahme an Turnieren und die Aus- und Weiterbildung unserer Trainer.
Vorstand und Trainer haben vieles durch ehrenamtlichen Einsatz und Eigenanteile abfangen können, doch nun ist das Limit leider erreicht. Um das Qualitätsniveau auch künftig halten zu können, haben wir uns schweren Herzens entschlossen, die Mitgliedsbeiträge ab 01.01.2019 um je 2,50 € anzuheben. Jugendliche zahlen dann 7,50 €, Erwachsene 10 € im Monat. Im Vergleich mit anderen Kampfsportvereinen liegen wir dann immer noch weit unterdurchschnittlich.
Wir hoffen auf Euer Verständnis!

Bitte denkt also daran, die Überweisung der Beiträge anzupassen bzw. Daueraufträge umzustellen! Wer bar zahlt, wird von Serge auch noch einmal erinnert! 😉

Für Kinder und Jugendliche aus einkommenssschwachen Familien bietet die Kreisverwaltung die Übernahme der Kosten für den Sportverein im Rahmen der Leistungen für Bildung und Teilhabe an. Wem es also schwer fällt, die Beitragserhöhung zu stemmen, der kann bei der Kreisverwaltung einen Antrag auf Zuschuss bzw. Kostenübernahme stellen.

Die Uzun-Brüder schlagen wieder zu – 2 Siege in Bürstadt

Kaum ist die Freude über den Doppelsieg beim Turnier in Hachenburg verklungen, da schlagen Mehmet Can Uzun und sein jüngerer Bruder Noel erneut zu. Beim Turnier in Bürstadt ließen sie eindrucksvoll die Fäuste fliegen.

Den Anfang machte auch diesmal der 14jährige Noel Uzun. Sein Gegner, der Speyerer Alex Fink, attackierte von Beginn an, schlug häufig, aber eher leicht und landete meist auf Noels Deckung. Noel wartete in der ersten Runde zunächst ab, checkte Stärken und Schwächen des Gegners genau. In den Runden zwei und drei zeigte er dann über weite Strecken klassisches Konterboxen. Er beantwortete jeden Angriff des Gegners mit einem überfallartigen Gegenangriff,  traf häufiger ins Ziel und schlug, wie gewohnt, äußerst hart. So gewann er am Ende klar nach Punkten.

So sehen Sieger aus!

Später am Abend betrat sein älterer Bruder, Mehmet Can Uzun, das Seilgeviert. Sein heutiger Gegner war der Lokalmatador Henry Grün, der beim Betreten des Rings vom Publikum gefeiert wurde. Da man davon ausgehen musste, dass auch das Kampfgericht geneigt sein würde, den Sieg eher Henry zuzusprechen, wenn Mehmet nicht eindeutig überzeugen würde, war die Ansage des Trainers klar: Mehmet sollte von Beginn an Druck machen, den Kampf bestimmen und immer wieder cross über die Führhand des Gegners schlagen, wo man Lücken in der gegnerischen Deckung erkannt hatte. Mehmet setzte die Forderung seines Trainers genau um. Er setzte viele Kopftreffer und da auch Henrys Nase etwas abbekam, wurde die dritte Runde zu einer blutigen Angelegenheit, in die sich auch der Ringarzt kurz einschaltete. Der Bürstädter Boxer konnte aber weitermachen und wehrte sich bis zuletzt nach Kräften. Es reichte nicht, Mehmets Überlegenheit, sein technisches und taktisches Können überzeugten das Kampfgericht und sein Sieg kam demnach nicht überraschend.

Wann Mehmet wieder für die Box-Union im Ring stehen wird, ist derzeit noch nicht klar, da er im Rahmen seines dualen Studiums einige Monate in Mannheim wohnen wird. „Wir werden versuchen, Mehmet für diese Zeit in einem ortsansässigen Verein unterzubringen, damit er weiter trainieren kann. Der AV Speyer hat uns freundlicherweise bereits angeboten, Mehmet für diese Zeit aufzunehmen. Dafür sind wir sehr dankbar“, so Mehmets Trainer Serge Wunder.

So wird also in den nächsten Monaten der kleine Bruder, Noel Uzun, die Fahnen hoch halten und den Verein mit weiteren Siegen erfreuen.